Akita-Club

Japanische Rassehunde bringen Besitzer aus Deutschland in Haltern zusammen

Der Akita-Club Deutschland hat sich am Sonntag zu einer Wanderung durch die Westruper Heide verabredet. Dabei sind Herrchen, Frauchen und Hunde aus dem ganzen Land zusammengekommen.

Der Film "Hachiko" über die herzzerreißende Freundschaft zwischen einem Akita-Hund und Parker Wilson (gespielt von Richard Gere) machte die Rasse 2009 weltberühmt. "Immer, wenn dieser berührende Film gezeigt wird, steigt wieder die Nachfrage nach einem Akita-Hund", erzählt Christiane Lorra aus Geseke. Sie hat seit 1993 einen Akita. Diese Rasse war früher der Jagd- und Begleithund der Samurai, heute ist er Japans Nationalhund. Die Zahntechnikerin gehörte am Sonntag zu der großen Gruppe, die sich auf Einladung des Akita-Clubs Deutschland zu einer sieben Kilometer langen Wanderung durch die Westruper Heide traf. Ausgangspunkt war das Lakeside Inn am Stockwieser Damm.

Konsequenz ist wichtig

Wolfgang Knoch aus Hullern gesellte sich mit seiner "Yumi" in diese Runde. Die Hündin ist erst elf Monate alt. "Ich habe die Rasse im Fernsehen gesehen und war begeistert", sagt der Hullerner zu den Beweggründen, warum er sich nach dem Tod seines Bearded Collies ausgerechnet einen japanischen Hund gekauft hat. "Yumi" sei sehr anhänglich, sagt er, aber nicht leicht zu erziehen.

Das bestätigt Christiane Lorra. Sie ist Verhaltensprüferin im Club. Oft werde ihr die Frage nach der Schwere der Erziehbarkeit des Akitas gestellt. Ihre obligatorische Antwort lautet: "Ein Schäferhund fragt seinen Herrn: Was kann ich für dich tun? Ein Akita fragt: Was tust Du für mich, damit ich dir gehorche?"

Der Akita werde bei entsprechender Motivation zum Beispiel wirklich toll "bei Fuß" gehen, schnell und gerne kommen und auch seinen "Chef" anhimmeln. "Nur, Konsequenz in der Erziehung muss selbstverständlich sein", betont Christiane Lorra. Sie freute sich Sonntag besonders auf Haltern, denn hier ist sie früher als angehende Zahntechnikerin nicht nur zur Schule gegangen, sondern hat mit ihrer damaligen Münsterländer-Hündin Britta viel Zeit in der Westruper Heide verbracht.

Beratung für die Zucht

Organisiert hatte die Wanderung Klaus Polzen aus Kevelaer. Auch er ist häufiger in Haltern und weiß, wie schön entspannend es ist, rund um den See spazieren zu gehen. Hundebesitzer aus der ganzen Region reisten an, die weiteste Anfahrt hatte eine Familie aus Mainz.

Der Akita-Club bringt so die Hundebesitzer zusammen, damit sie sich über ihre Vierbeiner austauschen können. Denn Aufgabe des Clubs ist es, die Rassen Akita und American Akita und deren gesunde Zucht zu fördern und Interessenten, Besitzern und Züchtern beim Erwerb, der Haltung und der Zucht beratend zur Verfügung zu stehen.

Unerschütterlich treu

Da sich die Zucht des Akita in den letzten 30 Jahren in Japan und Amerika sehr unterschiedlich entwickelt hat, spricht der Club von zwei "Varietäten": Beide Typen weisen äußerlich kaum noch Ähnlichkeiten auf. In Deutschland ist die Hunderasse seit 1945 zu Hause. "Ich liebe sie", sagt Klaus Polzen und fügt hinzu: "Einmal Akita, immer Akita. Denn dieser Hund ist unerschütterlich treu."

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