Amphibien

Nabu und Quarzwerke-Mitarbeiter bauen Schutzzäune auf und suchen noch Helfer

Die Aktiven des Nabu Haltern stellen am Wochenende wieder Amphibienschutzzäune an zwei Straßen auf. Denn Grasfrosch und Erdkröte gehen bald wieder auf Wanderschaft. Helfer sind willkommen.

Wenn im Februar die Temperaturen langsam steigen, gehen Grasfrosch und Erdkröte wieder auf Wanderschaft. Sie suchen ihr Laichgewässer auf. Jenen Ort, in dem sie selbst einst geboren worden sind. Deshalb errichten die Aktiven des Nabu Haltern am Samstag wieder Amphibienschutzzäune an zwei Straßen.

Vielfältige Gefahren für Amphibien

Seit die Amphibien vor rund 360 Millionen Jahren beschlossen haben, an Land zu leben, folgen sie nun jenem alten und von der Natur immer wieder verbesserten "Rezept". Von den 3000 Eiern eines durchschnittlichen Grasfrosch-Laichballens schaffen es gerade mal vier bis fünf geschlechtsreife Geschwister zurück in die Heimat. Und nur selten erlebt ein Frosch eine weitere Laichsaison. Zu vielfältig sind die Gefahren, denen er ausgesetzt ist: Fressfeinde aller Art, darunter sogar die eigenen Eltern, haben Frösche eben "zum Fressen gern". Dazu wird ihr Lebensraum durch den Menschen immer weiter zerschnitten, vergiftet oder zerstört.

Besonders große Gefahren lauern auf Froschkönigs Wanderweg, wo er eine viel befahrene Straße überqueren muss. Wenn ein Auto mit einer Fahrgeschwindigkeit von nur 30 km in der Stunde an dem Tier vorbeifährt, ist die Windsogkraft dennoch so hoch, dass die inneren Organe der Amphibien tödliche Schäden nehmen können. Daher appelliert Christian Lynen vom NABU an die Autofahrer: "Wenn Frösche und Kröten besonders aktiv sind, also zwischen 19 und 24 Uhr, sollte am alten Stockwieser Damm, an der Quarzwerkestraße und in der Nähe von anderen Laichgewässern nur im Schritttempo gefahren werden."

Laichgewässer an beiden Seiten

Aktive des Nabu Haltern und Mitarbeiter der Quarzwerke Haltern treffen sich am kommenden Samstag (9. Februar) um 9.30 Uhr an der Quarzwerkestraße, um den Amphibienschutzzaun aufzustellen. Hier gibt es Laichgewässer zu beiden Seiten. Täglich werden Ehrenamtliche des NABU und Helfer der Quarzwerke morgens und spät abends die Tiere absammeln, zählen und auf die jeweils andere Straßenseite tragen. Und am Stockwieser Damm wird ab 14.30 Uhr der Zaun aufgebaut.

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