Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenquote steigt in Haltern leicht an

Haltern - Im Vergleich zum Vormonat sind 17 Menschen mehr ohne Arbeit. Insgesamt aber deutlich weniger als im Vorjahr. Anke Traber von der Bundesagentur für Arbeit, erklärt warum das so ist.

Im Kreis Recklinghausen ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat erneut gesunken, in Haltern am See ist sie jedoch leicht gestiegen. Aktuell sind 799 Personen in der Seestadt arbeitslos gemeldet (3,8 Prozent). Davon sind 440 Männer und 359 Frauen. Mit 183 Personen machen die Menschen über 55 Jahren den größten Anteil aus. Langzeitarbeitslos sind 304 Personen. Deutlich gestiegen, ist die Arbeitslosigkeit bei Personen zwischen 15 bis unter 25 Jahren (von 59 auf 82). Im Vormonat waren insgesamt 782 Personen arbeitslos, im Juli des Jahres 2017 940.

Im Kreis Recklinghausen sind insgesamt 30.144 Menschen arbeitslos und damit 13 weniger als im Juni und 3.106 weniger als im Juli 2017. Die Arbeitslosenquote liegt im Kreis somit bei 9,2 Prozent. (Vorjahr: 10,3 Prozent). Im Vergleich zu den anderen Städten im Kreis ist die Arbeitslosenquote in Haltern die geringste.

"Wie immer im Sommer ist die Entwicklung der Arbeitslosigkeit zwiegespalten", beschreibt Anke Traber, die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, die jüngsten Tendenzen auf dem vestischen Arbeitsmarkt und erklärt: "Viele junge Menschen haben die Schule verlassen und befinden sich jetzt kurzfristig in einer unkritischen Übergangsarbeitslosigkeit, bevor sie in Ausbildung oder Studium starten. Dem gegenüber konnten lebensältere und langzeitarbeitslose Menschen noch einmal deutlich vom guten Jobangebot im Kreis profitieren. Insgesamt also eine sehr erfreuliche Wasserstandsmeldung.

Engpässe bei den Fachkräften

Als entwicklungsfähig bezeichnet Traber die Fachkräfteengpässe: "Es darf einfach nicht sein, dass wir monatelang immer wieder dieselben Stellen bewerben, zum Beispiel für Pflegekräfte, Elektroinstallateure, Berufskraftfahrer oder Friseure, um nur einige wenige zu nennen, ohne dass das Angebot an entsprechend ausgebildeten Kräften wächst. Wir werden in der Region ein riesiges Problem bekommen, wenn sich nicht bald etwas daran ändert."

Die Lösung sei bereits parat "denn der Schlüssel gegen Fachkräftemangel und Langzeitarbeitslosigkeit ist Qualifizierung. Wir qualifizieren Arbeitslose und unterstützen Arbeitgeber, wenn sie ihre Beschäftigten vom Helfer zur Fachkraft weiterbilden. Aber diese Möglichkeiten müssen auch ausgeschöpft werden, damit sie Wirkung zeigen können. Es ist höchste Zeit, in die Menschen unserer Region zu investieren", sagt Traber.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Sprengstoffexplosion in der Dattelner Innenstadt: Polizei fahndet mit mehreren Fotos nach zwei Männern
Sprengstoffexplosion in der Dattelner Innenstadt: Polizei fahndet mit mehreren Fotos nach zwei Männern
Nach Verpuffungen schlagen Flammen aus dem Kellerfenster - Löschtrupp muss sich zurückziehen
Nach Verpuffungen schlagen Flammen aus dem Kellerfenster - Löschtrupp muss sich zurückziehen
Polizei fahndet nach Schlägerin - Tatverdächtige ist auf einem Foto gut zu erkennen
Polizei fahndet nach Schlägerin - Tatverdächtige ist auf einem Foto gut zu erkennen
Überfall auf "Fressnapf" in Marl: Polizei sucht nach diesem Täter
Überfall auf "Fressnapf" in Marl: Polizei sucht nach diesem Täter
Polizei fasst mutmaßlichen Sexualstraftäter - er kommt aus dem Kreis Recklinghausen
Polizei fasst mutmaßlichen Sexualstraftäter - er kommt aus dem Kreis Recklinghausen

Kommentare