Behindertenhilfe

Das Ernst-Lossa-Haus wurde 20 Jahre alt und feierte mit vielen Gästen

Haltern - Das Ernst-Lossa-Haus hat seinen 20. Geburtstag mit einem großen Fest gefeiert. Die Bewohner, Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer hatten dazu extra einige Programmpunkte einstudiert.

Rund um das Ernst-Lossa-Haus wurde am Samstag gefeiert. Denn die Einrichtung, in der Menschen mit Behinderung wohnen, ist 20 Jahre alt geworden.

Bei fröhlicher Stimmung wurde im Garten des Hauses erst Kaffee - später Bier und Cocktails getrunken. Es gab ein Kuchenbuffet, die Kinder spielten auf der Hüpfburg und in der Fotobox entstanden bunte Erinnerungen an den Tag. Abends sorgte die Band "Straight On" für Party-Stimmung.

Programm einstudiert

Vorher standen aber die Bewohner selbst auf der Bühne: Eine Auszubildende hatte mit einigen Bewohnern das Theaterstück "der gespielte Witz" einstudiert. "Jupp und Ensemble" sangen das selbst gedichtete "Ernst-Lossa-Haus-Lied", wieder andere Gruppen musizierten mit Trommeln oder an der Veeh-Harfe.

Ein solches Programm, aber auch das alltägliche Leben im Ernst-Lossa-Haus, werde erst durch die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen möglich, betonte der Leiter des Hauses, André Schröder. Er freue sich immer wieder über engagierte Menschen, die sich mit ihren Fähigkeiten und Ideen einbringen wollen. Ob beim Singen, Autofahren, Schwimmen oder im Haushalt - nur durch die Energie und Zeit, die so viele Menschen investierten, funktioniere die Einrichtung gut. In diesem Punkt waren sich auch die verschiedenen Redner einig und sprachen den haupt- und ehrenamtlichen Unterstützern ihren Dank aus. Ulrich Müller, Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins "Behinderte wohnen in Haltern", erinnerte in seiner Ansprache außerdem an die Geschichte des Hauses.

Und die reicht weiter als 20 Jahre zurück: Schon 1991 hatten Peter Skutta und andere Eltern von Kindern mit Behinderungen die Idee, diesen ein Leben außerhalb des Elternhauses zu ermöglichen. Dafür gründeten sie die Elterninitiative "Behinderte wohnen in Haltern", die noch heute besteht. Sieben Jahre lang wurde gebaut, bis 1998 dann 21 Personen das Haus beziehen konnten. 2009 wurde ambulantes Wohnen in Privatwohnungen oder Wohngemeinschaften in das Angebot aufgenommen, 2015 eröffnete eine zweite Einrichtung für stationäres Wohnen am Lohkamp.

Positive Resonanz

Ulrich sagte, es sei schön zu sehen, wie positiv die Resonanz in Haltern auf die Bewohner des Ernst-Lossa-Hauses sei. "Sie gehören zu dieser Stadt und strahlen hier Lebensfreude aus." Er äußerte Bedenken, ob betreutes Wohnen für Behinderte in Zukunft von Gesellschaft und Politik weiter genauso erhalten und gefördert werde. "Aus Sicht der Kommunalpolitik kann ich zusichern, dass diese segensreiche Einrichtung auch zum 30. und 40. Jubiläum noch besteht", so Bürgermeister Bodo Klimpel im Anschluss.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Leonardo DiCaprio-Story zum 45. Geburtstag: Spuren des Weltstars führen nach Oer-Erkenschwick
Leonardo DiCaprio-Story zum 45. Geburtstag: Spuren des Weltstars führen nach Oer-Erkenschwick
Weit über 500 Kinder mit ihren Eltern feiern auf dem Marktplatz Laternenfest 
Weit über 500 Kinder mit ihren Eltern feiern auf dem Marktplatz Laternenfest 
Bildergalerie und Video: So liefen die Martinsumzüge in Herten
Bildergalerie und Video: So liefen die Martinsumzüge in Herten
Das wird teuer: Herbe Niederlage für Marler Bürgerinitiative "Rathaussanierung stoppen!" 
Das wird teuer: Herbe Niederlage für Marler Bürgerinitiative "Rathaussanierung stoppen!" 
Vandalismus in Herten: Nagelneue Sitzgruppe schon beschmiert und beschädigt
Vandalismus in Herten: Nagelneue Sitzgruppe schon beschmiert und beschädigt

Kommentare