Collins-Coverband überzeugte in Halterns Seestadthalle

Erst nach der zweiten Zugabe durfte "Phil" gehen

HALTERN - Drei, vier Stücke brauchten die Zuschauer in der Seestadthalle, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Doch danach machten sie sich am Freitag mit der Phil-Collins-Coverband "Phil" einen schönen Konzertabend. Dieser begann allerdings mit einer ganz besonderen Verlosung.

In die Seestadt geholt hatte die Band "Phil" die Agentur "LEO Events & Marketing" von Ludger Beermann aus Sythen. Als Geschenk zum zehnten Geburtstag der Agentur gab es im Vorfeld Rabatte auf die Karten und am Abend selbst eine besondere Verlosung: Gewinnen konnten die Zuschauer nämlich den Zauberer Oliver Henke für eine private Feier. Nach einer bejubelten Kostprobe seines Könnens zog die Glücksfee dann die Gewinnerin: Birgit Davidis darf sich auf den exklusiven Auftritt des Zauberers freuen.

Danach war endlich "Phil" an der Reihe: "Dieser Song geht im Sitzen gar nicht", kündigte Sänger Jürgen Mayer an. Und als die ersten Takte von "That's all" gespielt waren, war klar, dass dies der Startschuss für einen nicht nur wegen des Wetters heißen Phil-Collins/Genesis-Abend werden sollte.

Jürgen Mayer, der nicht nur optisch dem Original ähnelt, überzeugte ab dem Eröffnungstitel "Tonight Tonight Tonight" mit seinen stimmlichen Qualitäten. Mit geschlossen Augen wäre es sicherlich schwierig, Original von Kopie zu unterscheiden. Auch wenn er im Vorfeld im Interview mit unserer Redaktion sagte, er wolle Phil Collins "nicht nachäffen", ähnelte auch die Mimik an vielen Stellen der des englischen Weltstars.

Spaß auf und vor der Bühne

Die Zuschauer brauchten ein paar Stücke, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Doch nach der Aufforderung von Jürgen Mayer setzte sich so gut wie niemand mehr hin. Das lag auch an der Stimmung auf der Bühne. Besonders im zweiten Teil der Show konnte man merken, wie viel Spaß die Musiker selbst an diesem Abend hatten. Von denen überzeugte neben Jürgen Mayer besonders Gitarrist Alexander Lang, Schlagzeuger Bernd Schubach und die drei Bläser. Die Titel klangen so, wie Phil-Collins-Fans sie kennen und lieben. Dennoch ließen die Musiker ein klein wenig Raum für Eigeninterpretationen. Beispielsweise wurde "Against all Odds" als Duett gesungen.

Am Ende ließen die Zuschauer die Band erst nach der zweiten Zugabe gehen. Mit dem Genesis-Klassiker "Carpet Crawlers" schickte "Phil" die sicherlich zufriedenen Zuschauer nach zweieinhalb Stunden nach Hause.

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