Deutscher Wetterdienst

Waldbrand-Gefahr erreicht in Haltern die Höchststufe 5

Haltern - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Index für die Waldbrandgefahr in Haltern und im Kreis auf die Höchststufe 5 heraufgesetzt - zum ersten Mal in diesem Jahr.

Dem Waldbrandgefahren-Index (WBI) zufolge besteht am Donnerstag eine sehr hohe Gefahr, dass Waldbrände ausbrechen könnten.

"Ich halte die Warnung für gerechtfertigt", sagt Kersten Blaschczok von Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR). "Seit dem 12. Juli hat es nicht mehr geregnet, das sind bald drei Wochen. Und im Zeitraum vom 11. Juni bis Mittwoch hat es laut Niederschlagsmesser gerade einmal 13,5 Liter pro Quadratmeter geregnet." Viel zu wenig sei das.

Größeres Risiko durch Kreidesände in Haltern

Gerechtfertigt sei das Heraufsetzen der Warnstufe auch, weil die Gefahr für Waldbrände in Haltern ohnehin höher seien als andernorts. "Die Halterner Kreidesande trocknen schneller aus. Meistens ist es so, dass wenn der DWD mit der Stufe 3 in Haltern vor Waldbränden warnt, wir eigentlich schon die Stufe 4 erreicht haben", so Blaschczok.

Um die Waldbrandgefahr weiter einzudämmen, sollen deshalb am Wochenende die Ranger des RVR weniger den Silbersee II im Auge haben und verstärkt auf Patrouille in der Haard, der Hohen Mark und unter Umständen auch in der Üftermark sein, um etwa rauchende Waldbesucher auf ihr Fehlverhalten hin zu kontrollieren. "Die Wälder sind trocken und haben viele Nadelholzbäume, die viel leichter brennen", sagt Blaschczok. Die Hohe Mark etwa bestehe zu 41 Prozent aus Kiefern. Und lasse auch viel Licht auf den Waldboden fallen, wodurch einerseits viel Kraut auf dem Boden wachse, was nun andererseits ebenfalls immer trockener und brauner werde.

RVR-Ranger können Verwarngelder verteilen

Und gebunden sind den Rangern die Hände etwa bei einem rauchenden Waldbesucher nicht. "Die Ranger sind Vollzugsdienstkräfte im Sinne des Verwaltungsvollstreckungsgesetzes und können zum Beispiel Verwarngelder bis zu 55 Euro kassieren", so Kersten Blaschczok. Denn sowohl die Ranger als auch die Förster seien mit dem Forstschutz beauftragt. "Wir können auch eine Anzeige stellen, die an das Regionalforstamt geht", so Blaschczok. Dann werde es allerdings noch teurer für den Waldgast.

Auch am Freitag schätzt der DWD die Waldbrandgefahr mit Stufe 4 ein, bevor das Risiko am Samstag und Sonntag auf eine 3 zurückgehen soll. Waldbesuchern verschafft die App "Hilfe im Wald" Unterstützung. Per GPS zeigt die App dem Nutzer den nächstgelegenen Notfallpunkt an. Allein 55 davon gibt es in der Haard. Die Kennung, mit denen die Feuerwehr den genauen Standort des Anrufers lokalisieren kann, besteht aus den Buchstaben RE gefolgt von sechs Ziffern.

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