Ehemaliges Truppenübungsgebiet

Weitere Teile der Borkenberge werden für die Öffentlichkeit bald freigegeben

Die Panzerstraße von Sythen durch das ehemalige Truppenübungsgelände Borkenberge wird für die Öffentlichkeit zugänglich. Radfahrer sollen dabei besonders geschützt werden.

Vertreter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, des Bundesforstbetriebs Rhein-Weser und der unteren Naturschutzbehörde stellten am Mittwoch in den Borkenbergen die weiteren Pläne für das Areal vor.

"Ist ein Naturerleben Borkenberge bald möglich?" - Zur Beantwortung dieser Frage hatte die Deutsche Bundesstiftung Umweltschutz Naturerbe GmbH zu einer Exkursion in die Borkenberge eingeladen. Anlass ist die Verlängerung der Kreisstraße 16, die von Sythen durch die Borkenberge bis zur Ausfahrt Pregel an der Panzerstraße in Seppenrade führt und im Herbst für die Öffentlichkeit freigegeben werden soll.

"Borkenberge sind ein Filetstück bundesweit"

Im Rahmen der fast dreistündigen Exkursion wurde im Beisein des neuen DBU-Generalsekretärs Alexander Bonde, Vertretern des DBU Naturerbes, des Bundesforstbetriebs Rhein-Weser und der unteren Naturschutzbehörde die sicherheitstechnische und naturschutzfachliche Lage vor Ort dargestellt.

"Die Borkenberge sind eine besondere Fläche, ein Filetstück bundesweit", sagte Michael Diekamp vom DBU-Betriebsmanagement, bevor Revierleiter Georg Feldmeier den Gästen die Historie der Borkenberge mit ihrer einzigartigen Fauna und Flora erläuterte.

Jagd auf Motorradfahrer

"Am Rande des Ruhrgebietes gelegen ist diese Region ein Stückchen Erde, das alle gern besuchen wollen. Das ist aus Eigentümersicht einfach zu gefährlich, da überall noch Munition liegen kann. Dazu müssen wir die Bürger sensibilisieren", sagte Jürgen Rost, Leiter des Bundesforstbetriebs Rhein-Weser.

Ein weiterer Dorn im Auge der Verantwortlichen sind die Motorradfahrer, die auch geologische Raritäten, zum Beispiel auf dem Fischberg, zerstören. "Nach der neuen Sperrgebietsverordnung wird ein Strafgeld von 1000 Euro fällig, im Wiederholungsfall sind 5000 Euro zu zahlen", sagte Georg Feldmeier, der zudem eine stärkere Kooperation mit der Polizei auf der Jagd nach den Motorradfahrern ankündigte.

Das DBU-Naturerbe hat sich bei seinen 70 bundesweiten Flächen zum Ziel gesetzt, ein Naturleben für Besucher zu ermöglichen, sofern keine Bedenken bei der Sicherheit oder dem Naturschutz bestehen. Die Verlängerung der Kreisstraße 16 ist hier ein erster Schritt.

Noch mehr öffentliche Flächen sind das Ziel

Nach der Kartierung der Fläche soll ein Besucher-Lenkungskonzept zur Nutzung von weiteren Flächen der Borkenberge angestoßen werden. Da wird auch die Landwirtschaft mit einbezogen", sagte Josef Feldmann, Prokurist der DBU. "Durch die guten Kontakte von Georg Feldmeier ist die Vernetzung zur Bevölkerung hier sehr gut", ergänzte Jürgen Rost.

"Wir müssen die seltenen Heideflächen bewahren, aber die Menschen sollen hier etwas sehen und erleben, sollten dann aber die bestehenden Wege nutzen. Da herrscht eine hohe Übereinstimmung mit den Kommunen", so Rost weiter.

Um die Radfahrer am Ende der neuen Straße vor dem Verkehr auf der Panzerstraße besser zu schützen, soll mit der Straßenverkehrsbehörde über eine Tempobegrenzung in dem Bereich gesprochen werden.

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