Einzugstermin verzögert sich

Neue Halterner Kita kommt in Obhut der AWO

Haltern - Die Arbeiterwohlfahrt übernimmt die Verantwortung für den neuen Kindergarten. CDU und SPD bildeten dafür eine Mehrheit. Aber das Haus an der Lohausstraße wird nicht, wie angekündigt, zum 1. August fertig.

Die Stadt baut an der Lohausstraße einen Fünf-Gruppen-Kindergarten für 85 Jungen und Mädchen. Bei der Wahl eines Trägers, der das pädagogische Konzept ebenso verantwortet wie die Finanzierung sowie die tägliche Erziehungs- und Bildungsarbeit, konnte der Ausschuss Generationen und Soziales zwischen zwei Bewerbern entscheiden.

Das geschah auf Wunsch der Politik erstmals in einem öffentlichen Verfahren. So stellten sich im Rathaus Arbeiterwohlfahrt (Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen) und Educcare aus Köln mit ihren Konzepten vor. Es waren nur zwei Bewerbungen eingegangen. Grundsätzlich wünscht sich die Politik eine Trägervielfalt, aktuell führen katholische und evangelische Kirche sowie das Deutsche Rote Kreuz Kitas in Haltern. Lange schon steht die Arbeiterwohlfahrt auf dem Wunschzettel der SPD.

Ein zweites Zuhause

Sabrina Klein und Mario Gräff von Educcare sowie Harry Junghans und Kerstin Schäfer von der AWO stellten ihre Konzepte vor.

Educcare wurde als gemeinnützige GmbH gegründet, mit dem Anspruch, "frühkindliche Bildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie neu zu denken". Das private Kölner Unternehmen mit 900 Mitarbeitern betreibt aktuell 29 Kitas für Kommunen und Unternehmen in fünf Bundesländern, sechs weitere befinden sich im Aufbau. Im September wird es den Evonik-Betriebskindergarten als Träger übernehmen. "Unsere Kitas sind Entfaltungs- und Bildungsorte, die Kinder müssen sich wie in einem zweiten Zuhause geborgen fühlen", warb Mario Gräff für das Unternehmen.

GrabungenDie Arbeiterwohlfahrt ist für Haltern ein bekannter Partner. Sie betreibt vier offene Ganztagsschulen, trägt das Projekt Back Up für Schulverweigerer und ambulant betreutes Wohnen für psychisch- und suchtkranke Menschen. 74 Kitas mit 4500 Kindern stehen unter Regie der AWO, unter anderem in Dülmen, Seppenrade, Marl und Reken. Wie Educcare warb auch die AWO mit individueller Förderung, flexiblen und verlässlichen, immer an den Bedarfen der Eltern und dem Wohl der Kinder orientierten Öffnungszeiten.

Mit 10 zu 4 Stimmen erhielt letztlich die AWO den Auftrag. Junghans dankte für das Vertrauen: "Wir werden die Halterner nicht enttäuschen."

Bürgermeister Bodo Klimpel erklärte sodann, dass das Haus nicht zum 1. August fertig wird. Erforderliche Planungsabstimmungen, öffentliche Ausschreibung und Vergabeverfahren werden länger dauern als gedacht. Die Stadt will auf jeden Fall mit einem Generalunternehmer bauen.

Zurzeit graben Archäologen auf dem ehemaligen Kinderspielplatz, wo sich einst ein römisches Marschlager aus der Zeit des Kaisers Augustus befand.

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