Eislaufen ist in Haltern verboten

Hoch "Hartmut" bringt strengen Frost nach Haltern

Haltern - Bitterkalte Nächte, auch tagsüber bleibt's unter null Grad: Hoch "Hartmut" hat halb Europa im eiskalten Griff. Gelsenwasser, Regionalverband und Stadtverwaltung weisen auf das Eislaufverbot in Haltern hin. Streuwagen waren am Dienstag allerdings nicht in der Stadt unterwegs.

Große Gewässer werden so schnell nicht zufrieren, allerdings haben sich vor allem an abgegrenzten Uferbereichen Eisschichten gebildet. "Der Halterner Stausee wird nie zum Eislaufen freigegeben", sagt Gelsenwasser-Sprecherin Heidrun Becker. Wegen des Wasserschutzgebiets sei es auch auf dem Silbersee verboten. "Er wird nie eine stabile Eisfläche haben", sagt Barbara Klask vom Regionalverband Ruhr (RVR) außerdem. Für die Stadtmühlenbucht sagt Verwaltungssprecher Georg Bockey: "Für das Eislaufen können wir in keiner Weise Verantwortung übernehmen."

Zugvögel fliegen im Winter nur weg, wenn sie hier nichts zu fressen finden, erklärt Niels Ribbrock von der Biologischen Station: "Wenn das Futterangebot stimmt, bleiben sie." Es gebe die Tendenz, dass einzelne Störche, Stare und Kraniche in Haltern überwintern. "Vögel sind von der Temperatur nicht abhängig", so Ribbrock. Probleme bekommen sie nur, wenn sie etwa in gefrorenem Boden keine Nahrung finden.

"Den Tieren macht das Wetter gar nichts aus", sagt Kreislandwirt Georg Schulte-Althoff. Die eine oder andere Tränke sei eingefroren, da hätten die Landwirte schon etwas Arbeit, aber für Schweine und Kühe müssen man höchstens die Belüftung im Stall etwas justieren. "Manche Wintergetreide brauchen Frost", erklärt er. Das sei gut für den Boden. "Im Moment sehen wir das Wetter alle ganz entspannt", so Schulte-Althoff.

Auf dem Halterner Wochenmarkt waren am Dienstag gerade einmal acht Stände zu sehen. "Blumen und Gemüse verfrieren den Händlern", erklärt Marktmeister Andreas Geldmann. Wegen der Kälte seien weniger Kunden dort gewesen, auch wenn der Markt dienstags eh immer etwas mauer besucht würde. Für Freitag (2. März) erwartet Geldmann wärmere Temperaturen und dann auch wieder das gewohnte Markt-Angebot.

In den vergangenen Tagen war das Wetter übrigens so kalt und trocken, dass die Glatteisgefahr auf den Straßen relativ gering ist. "Unsere Streufahrzeuge waren am Dienstag nicht unterwegs", teilt Georg Bockey von der Stadtverwaltung mit. Wenn der Deutsche Wetterdienst Glatteis voraussagt, legen die städtischen Mitarbeiter Nachtschichten ein, normalerweise beginnt der Winterdienst um 3 Uhr in der Früh.

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