EnergieAgentur.NRW

NRW-Zukunfts-Preis geht an Energiegenossenschaft Haltern

Haltern - Schon auf der Jahresversammlung Ende Juni verkündete die Energiegenossenschaft Haltern lauter gute Nachrichten. Jetzt wird es noch besser.

Die EnergieAgentur.NRW hat im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes erstmals den Wettbewerb "Energiegenossenschaft der Zukunft" ausgelobt. Der Gewinner kommt aus Haltern: Die heimische Energiegenossenschaft mit ihren 564 Mitgliedern setzte sich gegen eine starke Konkurrenz durch. Insgesamt sind in Nordrhein-Westfalen rund 100 Energiegenossenschaften aktiv, 33 beteiligten sich am Wettbewerb.

"Die Sieger aus Haltern sind unter anderem an Photovoltaik-Anlagen, einem Blockheizkraftwerk und an Windenergie-Projekten beteiligt. Diese Vielgestaltigkeit ist vorbildlich und großartig", hebt Dr. Joachim Frielingsdorf, Pressesprecher der EnergieAgentur.NRW, den Preisträger hervor.

Photovoltaik-Anlagen auf Grundschulen

Bereits seit 2011 betreibt die Energiegenossenschaft Haltern am See eine große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Schulzentrums an der Holtwicker Straße in Haltern. Die Anlage hat eine Leistung von 87,9 Kilowatt peak (kWp - damit wird die Leistung einer Photovoltaikanlage angegeben) und produziert rund 74.000 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Außerdem betreibt die Genossenschaft Anlagen auf dem Sparkassen-Gebäude in Sythen und auf einem privaten Wohnhaus in Haltern-Mitte. Ende des Sommers installiert sie eine Anlage auf der Sythener Grundschule. Zudem hält die Genossenschaft einen Anteil von 12,5 Prozent an der Windenergie Haltern am See GmbH & Co. KG, die 2016 im Bereich Lavesum drei Windräder gebaut hat.

"Haltern ist eine Vorzeige-Genossenschaft", gibt Joachim Frielingsdorf den Eindruck der EnergieAgentur.NRW gegenüber der Halterner Zeitung wieder. Deshalb habe die Jury sich bei der Preisvergabe für Haltern entschieden.

Carsharing, PV-Anlagenpacht, Mieterstrom, Energiespar-Contracting - das alles sind inzwischen mögliche Geschäftsfelder für Energiegenossenschaften mit ehrenamtlichen Strukturen. Allerdings sähen sie sich laut Agentur angesichts komplexer Rahmenbedingungen etwa in Wind-, Photovoltaik- und Nahwärmeprojekten starker Konkurrenz und Hemmnissen gegenüber.

Der Gewinn: Eine dreitägige Beratung

"Für eine erfolgreiche Energiewende spielen aber die Bürger nach wie vor eine Schlüsselrolle. Neue Wege, Partner und Geschäftsmodelle jenseits der EEG-Vergütung sind gefragt", erklärt deshalb Lars Ole Daub, zuständig für das Thema Bürgerenergie bei der EnergieAgentur.NRW.

Die Halterner Genossenschaft erhält nun als Preis Anfang September eine dreitägige individuelle Beratung zu ihrer Unternehmensentwicklung durch die innova eG. Ziel ist es, zusammen mit den Beratungs-Profis herauszufinden, welche zusätzlichen Geschäftsfelder für die Rahmenbedingungen vor Ort passen könnten. "Halterner Bürger engagieren sich großartig für den Klimaschutz. Aber nichts ist so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte", sagt Joachim Frielingsdorf.

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