Fair-Trade-Town

Die Fair-Trade-Gruppe Haltern sucht weitere Mitstreiter

Haltern am See darf sich seit 2015 als Fair-Trade-Town bezeichnen. Diese Auszeichnung besteht keinesfalls für die Ewigkeit. Sie muss nun, nach 2017, erneut wieder erarbeitet werden.

Haltern am See ist Fair-Trade-Town weil ahlreiche Geschäfte und Gastronomiebetriebe sowie Verbände und Institutionen jeweils mindestens zwei Fair-Trade-Produkte anbieten und auch deshalb, weil die Stadt sich verpflichtet hat, diesem Gedanken zu folgen. Diese Auszeichnung muss nun wieder erarbeitet werden.

Dafür wird sich die Fair-Trade-Gruppe zusammensetzen, um zu klären, welche Aufgaben konkret noch umgesetzt werden müssen. Die Gruppe, die hauptsächlich aus Mitgliedern der Eine-Welt-Kreise der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden besteht, trifft sich am 28. Mai (Dienstag) um 18 Uhr im Josefshaus, Richthof 18. Dort sollen die künftigen Aufgaben besprochen werden. Ebenso wird überlegt, welche Schwerpunkte im Laufe der nächsten Monate gesetzt werden können.

Wer Interesse hat, sich der Gruppe anzuschließen, ist zu diesem Treffen eingeladen. Zudem steht deren Sprecher Peter Hönge als Kontaktperson zur Verfügung. Er ist telefonisch unter 9 49 20 72 zu erreichen, per E-Mail an

Peter@Hoenge.com

Mehr Umsatz durch Fair-Trade-Produkte

Er weist zudem auf folgende Fakten hin: "Immer mehr Deutsche kaufen Waren, die unter akzeptablen Bedingungen produziert wurden. Trotzdem wächst der faire Handel nicht schnell genug." Nach seinen Informationen wächst zwar der Umsatz mit fair gehandelter Ware. In allen Bereichen verzeichnet die Fairtrade-Branche deutliche Zuwächse. So hat der Verkauf 2018 insgesamt ein Handelsvolumen von 1,6 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem Wachstum von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt gaben die Verbraucher 19 Euro für Fairtrade-Ware aus. Dabei war Kaffee mit 20.000 verkauften Tonnen erneut das wichtigste Produkt. Aber auch Früchte wie Bananen oder Blumen fanden ihre Abnehmer.

Hönge ergänzt: "Laut TransFair ist der Absatz fair gehandelter Produkte seit 2005 jährlich zweistellig gewachsen. Dennoch bewertet der gemeinnützige Verein den Marktanteil als zu niedrig. So sind nur viereinhalb Prozent des in Deutschland verkauften Kaffees unter fairen Bedingungen vertrieben worden. Deshalb können wir auch vor Ort noch deutlich mehr leisten."

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