Fan-Trennung beim TuS Haltern

Sicherheitsvorkehrungen für die Auswärtsfans

HALTERN - Rund 100 Gästefans haben am Sonntag das Oberliga-Fußballspiel des TuS Haltern besucht. Erwartet wurden auch einige gewaltbereite Zuschauer aus Siegen. Nach Absprache mit der Polizei hat der TuS Haltern erstmals einen gesonderten Gästeeingang geöffnet.

In seiner ersten Oberliga-Saison erlebt der TuS Haltern gerade viele erste Male. Am Sonntag gab es etwa zum ersten Mal einen separaten Eingang für Gästefans und eine erhöhte Polizeipräsenz an der Stauseekampfbahn. Schließlich wurden von den Gegnern, der Sportfreunde Siegen, viele Fans erwartet, einige der dortigen Zuschauer werden als "gewaltbereit" kategorisiert. Über dieser sogenannten Kategorie B gibt es noch C, die "Gewaltsuchenden". Die Sportfreunde haben vor zwölf Jahren noch in der zweiten Bundesliga gespielt. In der vergangenen Saison stieg das Team aus der Regionalliga ab.

"Vor Heimspielen stimmen wir uns immer mit dem Fanbeauftragten des Gegners und der Polizei ab", sagt Daniel Winkelkotte, Sprecher des TuS Haltern. Daraufhin kündigten die Beamten schon an, mit mehreren Einsatzkräften vor Ort zu sein, außerdem hat der TuS das eigene Sicherheitspersonal aufgestockt, von vier auf sechs Mitarbeiter.

Die Organisatoren entfernten an der Festwiese am Lippspieker Elemente eines Zauns zur Sportanlage, um einen gesonderten Gästeeingang zu schaffen. Der TuS stellte für die rund 100 Fans nahe des Spielfelds einen separaten Getränkewagen auf, ansonsten konnten sich die mitgereisten Fans am Kunstrasenplatz relativ frei bewegen. Beim 5:1-Sieg der Halterner blieb es ruhig, nach Abpfiff flog ein Plastikstuhl aus dem Siegener Bereich auf den Fußballplatz. Dort war aber niemand in der Nähe, den man hätte treffen können. "Alle Maßnahmen sind gut aufgegangen", sagt Daniel Winkelkotte: "Wir bedanken uns beim Fanbeauftragten aus Siegen und der Polizei für die gute Zusammenarbeit."

Die Polizei hat am Sonntag eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen. "Nach dem Spiel haben Gästefans in einem Toilettenraum einen Spiegel demoliert", berichtet Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. "Unsere Erfahrungen mit Problemen oder sogar Straftaten bei Fußballspielen in der ganzen Region werten wir kontinuierlich aus", sagt er: "Da wissen wir, wann eine gewisse Brisanz zu erwarten ist." Immer im Einzelfall müsse man die Lage neu bewerten. Die Siegener sind am Sonntag per Bus angekommen und stiegen direkt vor dem provisorischen Gästeeingang aus. Einige von ihnen wurden abgetastet und durchsucht.

"Wenn wir Erkenntnisse haben, dass Fans mit dem Zug anreisen wollen", so Wilming-Weber: "dann gibt es auch Absprachen mit der Bundespolizei und wir haben den Bahnhof im Blick." Im November sind dort mehrere Fans des SV Lippstadt von Vermummten angegriffen worden. Die Täter konnten fliehen, rivalisierte Fans aus Münster wurden vermutet. Bereits im Vorfeld dieses Spiels hatte der TuS Haltern die Security-Kräfte fürs Stadion aufgestockt.

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