Flugshow

Greifvögel zeigen in der Granat ihre Flugkunststücke

Lavesum - Die Falkner Marga und Frans Hueben waren mit ihren Vögeln im Naturwildpark Granat. Dabei kamen die Besucher den Tieren ganz schön nah.

So nah wie am Samstag können Besucher des Naturwildparks Granat Bussarden, Adlern, Eulen und Falken normalerweise nicht kommen: Frans und Marga Hueben aus Aalten in den Niederlanden waren zu Gast, um ihre Greifvögel zu präsentieren.

Viele Schaulustige hatten sich am Ende des Wildparks auf einem Hügel versammelt, um die Flugkunststücke der Vögel zu beobachten.

Von der Schleiereule bis zum großen Uhu

Marga Hueben moderierte die Schau und gab interessante Informationen zu den unterschiedlichen Tieren: Angefangen bei der Schleiereule, die sogar Kinder auf den Arm nehmen durften, über den großen Uhu, den nur 88 Gramm leichten Turmfalken bis hin zum König der Greifvögel: dem Weißkopfseeadler.

Raubvögel wie die großen, schweren Bussarde und Adler durften nur Erwachsene auf den Arm nehmen. "Die sind schon sehr schwer und wenn die dann landen, kann man sich leicht erschrecken, auch wenn die Krallen einem durch den Handschuh nicht wehtun können", erklärte Marga Hueben.

Die hauptberuflichen Falkner Marga und Frans Hueben wurden bei der Schau durch freiwillige Helfer unterstützt, sodass die Greifvögel von einem zum anderen Freiwilligen fliegen konnten. Einzige Ausnahme: Mäusebussard Max - ihm war das Fliegen zu anstrengend, er lief die Strecke einfach und brachte so das Publikum zum Lachen.

Durch Vermauserung haben viele Tiere Feder verloren

"Wenn wir lange im Bett gelegen haben, haben wir auch wenig Kraft. Genauso ist das gerade bei Max", erklärte Hueben. Denn durch die Vermauserung habe der Vogel viele Federn verloren und einige Wochen nicht fliegen können. Nun müsse er erst langsam wieder zu Kräften kommen.

Das Ehepaar Hueben hält neben Mäusebussard Max 24 weitere Greifvögel in Volieren bei sich in Aalten. Dass das Leben in Gefangenschaft den Tieren schadet, bestreiten sie. "Die sind nie in der freien Natur gewesen und kennen es nicht anders. Außerdem fliegen sie bei uns sogar mehr als in der Natur." Denn in freier Wildbahn seien die Tiere nach einer fetten Beute auch mal ein paar Tage zu schwer zum Fliegen. Auf dem Falkenhof würden die Greifvögel aber jeden Tag gewogen und so gefüttert, dass sie immer fliegen könnten.

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