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In Haltern haben sich am Wochenende Kinder in Zirkus-Akrobaten verwandelt

Eine Woche lang haben sich 79 Kinder beim Mitmach-Zirkus "Inakso" auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Am Samstag war es dann so weit.

Wir reden und kichern so viel, weil wir nervös sind." So wie Marla und Elisa ist es wohl den meisten der 79 Kinder ergangen, als sie am Samstag vor der Manege des Mitmachzirkus "Inakso" standen. Der große Auftritt, bei dem sie gezeigt haben, was sie in einer Woche gelernt haben, stand unmittelbar bevor.

Eine ganze Woche lang gastierte der Zirkus "Inakso" der Familie Lagrin auf dem Schulgelände der Joseph-Hennewig-Schule und verwandelte die Kinder in mutige Akrobaten, Fakire, Jongleure, Clowns und Helden. Voller Enthusiasmus sind die jungen Akteure durch das feinfühlige Händchen der Inakso-Mannschaft über sich hinausgewachsen.

Für jedes Kind der passende Workshop

In verschieden Workshops tauchten die Kinder in das Abenteuer Zirkus ein. Die Zirkusfamilie fand für jedes Kind den passenden Workshop. Die, die für die Clownerie geboren sind, oder die, die über den Köpfen der Zuschauer am Trapez zur Höchstform auflaufen. So wie Anna und Paul Kemper. "Paul gehört zu den Feuertänzern - wir sind gespannt", sagt die Familie Kemper.

"Für die Kinder war es eine spannende, abwechslungsreiche Woche, in der jede Menge neue Erfahrungen gemacht wurden", beschreibt Zirkusdirektor Karl Lagrin. "Die Kinder haben ein neues Gemeinschaftsgefühl erlebt und erfahren, was es bedeutet, Teil eines Ganzen zu sein. Sie alle waren sehr engagiert bei den Proben." Nun haben sie bei der Vorstellung ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern, sowie anderen interessierten Zuschauern sensationelle Leistungen und verborgene Talente gezeigt. Für einen spritzigen Auftakt sorgten die Bodenakrobaten und die Jongleure. Die Clowns brachten das Publikum so richtig zum Lachen.

Mit der Artistik am Trapez erreichte die Dramatik in der Manege ihren ersten Höhepunkt. Nicht nur die Kinderaugen strahlten. "Das ist meine Enkelin", sagte eine stolze Dame zur Nachbarin und hielt die Kunststücke am Trapez mit dem Smartphone fest. "Wahnsinn, ist das unser Kind?" Mancher Gesichtsausdruck im Publikum während der Darbietungen unter der Zirkuskuppel sprach Bände. Mit viel Applaus wurden die Kinder vom Publikum angefeuert. Und wenn einmal was schief ging, wurde die Nummer mit Anfeuerungs-Rufen und Klatschen aus den Publikumsreihen wiederholt. So lange, bis sie gelang.

Der Zirkus ist ein Familien-Unternehmen, das bereits in fünfter Generation von der Familie geführt wird und über viel Erfahrung im Umgang mit Kindern verfügt. Neben Zirkusdirektor Karl Lagrin, gehören auch seine Frau Madeleine, die zwei Kinder Luciano und Mary-Lou und Cousin Stefan Inakso zur Zirkusfamilie.

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