Grippewelle in Halterner Kita

Notgruppen in Kita Conzeallee übernehmen Betreuung

Haltern - Die Grippewelle hat die Kindertagesstätte Conzeallee in Haltern im Griff. Gleich mehrere Erzieherinnen fallen aus. Das beeinflusst auch die Betreuung in den nächsten Tagen.

Die städtische Kindertagesstätte Conzeallee muss ihre Betreuung am heutigen Donnerstag und am morgigen Freitag in Teilen einschränken. 6 von 17 Erzieherinnen der Einrichtung sind seit Montag (19. Feburar) an Grippe erkrankt, eine Erzieherin ist im Urlaub.

Wegen der Ausfälle werden am Donnerstag und Freitag bis zu drei Notgruppen für U3- und Ü3-Kinder eingerichtet, um die Betreuung in begrenztem Umfang aufrechtzuerhalten, sagt der Stadtsprecher Georg Bockey. Angebote wie der Kinderchor, die Holzwerkstatt, der Kinderclub und die Gruppe "Frühenglisch" fallen in dieser Woche aus.

Stadt: "Kinder sollen wenn möglich zu Hause betreut werden"

"Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder wenn möglich zu Hause zu betreuen", sagt Bockey. Kinder, die in die Kita gebracht würden, würden aber nicht nach Hause geschickt. Besonders dann nicht, wenn die Eltern aus Erwerbsgründen auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen seien, sagt Bockey.

"Ob die Situation nächste Woche besser ist, dafür ist es noch zu früh, das zu sagen", sagt Georg Bockey. Wenn die Grippewelle anhält, könne es sein, dass die Notgruppen weitergeführt würden. Endgültig entschieden sei das aber noch nicht. Laut der Stadt handelt es sich um die erste Notsituation dieser Art in den vergangenen zehn Jahren.

Deutschlandweit erkranken derzeit verstärkt Menschen an Grippe

"Hier in unserer Praxis ist schon ordentlich etwas los, passend zur Situation in ganz NRW", sagt die Halterner Ärztesprecherin Beate Michel. Auffällig sei, dass Patienten in diesem Jahr vermehrt mit Durchfall zu kämpfen hätten.

Laut der Arbeitsgruppe Influenza des Robert-Koch-Instituts taucht die Influenza derzeit in allen Teilen Deutschlands verstärkt auf. Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza wurde bei fast der Hälfte der Patienten (48 Prozent) eine Grippe nachgewiesen. Deshalb rät Beate Michel ihren Patienten: "Vor der nächsten Grippesaison sollten Patienten die Grippeimpfung ab Oktober nicht vergessen."

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