Hilfsprojekte

Seit vielen Jahren für Menschen in Afrika im Einsatz

Ernst Lux und seine Tochter Martina Möllers engagieren sich schon lange für Projekte in Afrika. Zum 90. Geburtstag bekam Ernst Lux nun einen besonderen Besuch.

Zum hohen 90. Geburtstag klingelte jetzt seltener Besuch an der Haustür von Ernst Lux. Das Ehepaar Godson Samuel und Roselyn Ohraw aus Nigeria besuchte den pensionierten Ingenieur für drei Tage in Sythen. An die zehn Mal war das Paar schon in Deutschland. Immer hat Ernst Lux sie dabei unterstützt.

Denn jahrelang hatte der heute 90-Jährige die Firma des Ehepaars in Nigeria innerhalb eines Energie-Projektes beraten. Mit Hilfe einer deutschen Firma und der Rotarian Action Group for population and development (RFPD), die Förderprojekte in Entwicklungsländern durchführt, sowie mittels Spendengeldern hatte Lux Solaranlagen nach Nigeria gebracht.

Mittlerweile ist das Projekt abgeschlossen. Die nigerianische Firma läuft weiterhin gut, auch ohne die Hilfe des Ingenieurs. Ernst Lux steht seinen Freunden per Skype aber immer noch beratend zur Seite. "Das macht er, so lange er kann, auch in seinem hohen Alter noch", sagt seine Tochter Martina Möllers.

Auch sie hat ihre Liebe für den afrikanischen Kontinent entdeckt und möchte die Menschen vor Ort in den verschiedensten Hilfsprojekten unterstützen. Den Kontakt zu der Familie Ohraw hatte sie über die Universität Edinburgh hergestellt, an der sie ihr Masterstudium absolvierte.

Breit aufgestelltes Fachgebiet

Seit 14 Jahren unterstützt die 55-Jährige verschiedenste Projekte im afrikanischen Gesundheitswesen. In sechs afrikanischen Staaten hat sie mittlerweile mit der RFPD Projekte initiiert und die Menschen vor Ort aufgeklärt und geschult.

Zwei bis dreimal im Jahr fliegt Martina Möllers zu diesem Zwecke nach Afrika. Ihr Fachgebiet ist breit aufgestellt. Dazu zählen Themen wie die Gesundheitsprävention, Mutter-Kind-Gesundheit, Krankenschwester- und Hebammentraining sowie Familienplanung und Qualitätsmanagement in Krankenhäusern.

"Ich habe in vielen Staaten Kontakte bis zu den Oberhäuptern und Ministerien. Mit deren Hilfe lässt sich so einiges erreichen", sagt die 55-Jährige.

Vor Kurzem kam sie aus Ruanda zurück. Auch dort hat sie das Qualitätsmanagement eines Krankenhauses verbessert. "In Ruanda und Äthiopien sind unsere Leuchtturmprojekte verankert. Mir liegen besonders die jungen Menschen in diesen Regionen am Herzen, denn sie bestimmen die Zukunft des Landes."

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