Hoffen auf Kreisverkehr an Glashütte in Haltern

Stadt will Lösung für starke Verkehrsbelastung

HALTERN - Schon jetzt herrscht zu Stoßzeiten im Kreuzungsbereich Glashütte Hochbetrieb - Stau inklusive. Die Lage würde sich mit dem Bau einer P&R-Anlage noch verschärfen. An einer Lösung wird gearbeitet.

Seit langem wünschen sich Halterns Bürger einen Kreisverkehr an der Kreuzung Lorenkamp, Recklinghäuser Straße und Recklinghäuser Damm in Höhe der Glashütte. Bisher hat der Landesbetrieb Straßen NRW eine solche Lösung stets abgelehnt. Doch wie wird sich die Verkehrsbelastung an diesem Knotenpunkt erst entwickeln, wenn die geplante Park&Ride-Anlage mit 382 Stellplätzen an der Straße zum Ikenkamp an der Rückfront des Halterner Bahnhofs fertiggestellt wird?

Das Baudezernat der Stadt Haltern gibt deshalb nicht auf, beim Landesbetrieb die Interessen der Halterner Verkehrsteilnehmer durchzusetzen. Mit einem von der SPD-Fraktion angestoßenen, von der Halterner Politik beschlossenen und von Straßen NRW eingeforderten Verkehrsgutachten will die Verwaltung weitere Überzeugungsarbeit leisten. Das lässt sie sich bis zu 7000 Euro kosten.

Verkehrsgutachten kostet rund 7000 Euro

"Ende letzten Jahres wurde der Auftrag vergeben. Anfang März führte der Gutachter eine Verkehrszählung durch, die sowohl Fußgänger, Radfahrer als auch den Kfz-Verkehr berücksichtigt", äußerte sich Baudezernentin Anette Brachthäuser jetzt auf Anfrage zur Sachlage. Die gewonnenen Daten sollen als Grundlage für eine mögliche Neubewertung der Verkehrssituation beziehungsweise ein Lösungsmodell dienen.

Ein erstes Ergebnis erwartet das Bauamt Mitte Juni. Im Vordergrund werde laut Anette Brachthäuser zunächst die Berechnung der vorhandenen Qualitäten bestehen. Das bedeutet, dass der Ist-Bestand mit den Daten und Fakten zum Verkehr, zu den Signalanlagen und den Vorfahrtsregeln unter die Lupe genommen wird. Noch vor der Sommerpause dürfen die Bürger mit einer öffentlichen Stellungnahme der Stadt rechnen, kündigte die Bauamtschefin an.

Straßen NRW hat Kreisverkehr bisher keine Chance gegeben

Aus verschiedenen Gründen hatte Straßen NRW einem Kreisverkehr an der Glashütte bisher keine Chancen eingeräumt. Dazu zählten topografische Hemmnisse (Steigung/Gefälle) und die starke Verkehrsbelastung mit einem hohen Lkw-Anteil. Ein derzeit machbarer Kreisverkehr an dieser Stelle würde einfach zu klein für große Lkw ausfallen, erklärte Christine Anstötz, Abteilungsleiterin bei Straßen NRW, aktuell in einem Gespräch mit der Redaktion. Nur wenn es möglich sei, Verkehr an anderer Stelle abzuführen, könne vielleicht doch ein Kreisverkehr an diesem Knotenpunkt entstehen.

Dafür sieht die Stadt Haltern gute Chancen. Allerdings bat Anette Brachthäuser um Geduld. Zunächst müsse die komplette Analyse abgewartet werden, die das Gutachten liefern soll. Die Verwaltung sei aber zuversichtlich, dass es für den Dauerstau im Bereich Glashütte, der sich mit Fertigstellung der P&-R-Anlage verschärfen würde, eine Lösung geben wird.

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