Isek für Haltern

So stark und so schwach ist die Stadt

Haltern - Auf der Suche nach Stärken und Schwächen begegneten sich Gutachter und Bürger im Alten Rathaus. Ein Fazit: Haltern hat eine attraktive Mitte, aber deshalb lange keine starke Ausstrahlung.

Was prägt die Stadt und wie kann sie sich in den nächsten Jahren optimaler entwickeln? Das sind Fragen, die das "Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept" - kurz Isek - beantworten soll. Im Alten Rathaus stellten die beauftragten Planungsbüros "stadtraum" und "Junker + Kruse" mit der Stadt am Dienstagabend die erste Bestandsanalyse vor. Über 100 Bürger folgten der Einladung, um die Erkenntnisse der Fachleute mit ihren Vorstellungen abzugleichen beziehungsweise selbst Wünsche einzubringen. "Es geht um den Maßstab Haltern", sagte Martin Rogge und betonte, dass sich der Blick von außen sehr gut ergänzen lasse mit dem Blick der Menschen, die hier in Haltern leben. "Sie sind die Experten", betonte er.

Baudezernentin Anette Brachthäuser war wie alle positiv von der Resonanz überrascht. Es sei wichtig, dass alle Halterner die Chance zu einer aktiven Teilnahme an Isek nutzten.

Seit Januar nehmen die Planungsbüros Halterns Innenstadt in den Blick. Sie arbeiteten Stärken und Schwächen heraus. Einige Beispiele der Experten. Sie können abstimmen, welchen Punkten Sie zustimmen:

Stärken

Schwächen

Kritik an Baukultur

Nach der Präsentation waren die Halterner eingeladen, an vier Thementischen zu diskutieren und aufzuschreiben, was ihnen an der Stadt gefällt oder missfällt und was ihrer Meinung nach verbessert werden sollte. Die wichtigsten Schlaglichter wurden anschließend präsentiert, alle Aussagen werden jetzt protokolliert und auf die Homepage der Stadt gestellt.

Deutlich wurde zum Beispiel, dass Bürger sich eine bessere Verbindung vom Bahnhof zur Innenstadt wünschen, sich eine bauliche Entwicklung am Kolken Loch oder einen Parkplatz im Galen-Park vorstellen können, ein besseres Angebot für Radfahrer oder mehr Grünflächen als Aufenthaltsorte. Manche vermissen ein Kino und ein Stadtmuseum. Und nicht alle sind mit der gegenwärtigen Baukultur einverstanden. Die neuen Häuser transportierten die Historie der Stadt gar nicht oder nur eingeschränkt.

Andreas Mayer (Büro Junker+Kruse) fand, dass bei der ersten aktiven Bürgerbeteiligung ein bunter Blumenstrauß vernünftiger Ideen gebunden worden sei. Wer am Dienstag nicht dabei sein konnte, hat die Möglichkeit, Postkarten auszufüllen. Diese liegen an öffentlichen Orten aus. Außerdem gibt es einen Fragebogen auf der Internetseite der Stadt. Nach den Ferien werden die Büros auf den Wochenmarkt gehen sowie Workshops und Info-Veranstaltungen durchführen. Mayer: "Wir laden Sie ein, uns die Treue zu halten und uns weiter zu begleiten."

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