Joseph-Hennewig-Hauptschule stellt sich vor

Teebeutelrakete und Hui-Propeller im Physikraum

HALTERN - Schüler und Lehrer der Joseph-Hennewig-Hauptschule haben beim Tag der offenen Tür am Samstag das Programm der Schule vorgestellt. Unter anderem haben sie im Physikraum Blitze entstehen und Teebeutelraketen steigen lassen.

Zu den Schulneuanmeldungen präsentiert sich auch die Halterner Hauptschule jährlich mit ihrem Angebot. Hier gibt es von der Voliere im Foyer über die Schulimkerei bis zu den Gärtnern jede Menge Arbeitsgemeinschaften, bei denen die Schüler mit großem Spaß dabei sind. Am Samstag nutzten vor allem Viertklässler mit ihren Eltern das Angebot, einmal in den Schulbetrieb hineinzuschnuppern. So wie Nihad, der zurzeit eine vierte Klasse der Silverbergschule besucht. Er staunte über den "Hui-Hui-Propeller", der sich durch Reibung wie magisch in Bewegung setzt. Technik-Lehrer Michael Strätker demonstrierte, wie ein geriffelter Holzstab in Schwingungen versetzt wird und dadurch einen an der Spitze befestigten Propeller in Bewegung setzt. Dass man "Hui-Hui" sagen muss, damit der Propeller sich dreht - das ist allerdings nur eine Legende.

Im Physik- und Chemieraum demonstrierten Fran und Gabriel, wie Blitze entstehen oder wie ein Wasserstrahl ausweicht, wenn sich ein statisch aufgeladener Luftballon nähert. Und sie zündeten gemeinsam mit Lehrerin Christiane Heming die Teebeutelrakete: Wird ein leerer Teebeutel angezündet, dann steigt er kurz darauf in die Luft und verglimmt anschließend.

In der Küche hatten in der Zwischenzeit zwölf Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen leckeres Fingerfood hergestellt, mal süß, mal würzig: Unter anderem hatten sie kleine Amerikaner mit Zuckerguss oder Flammkuchen im Angebot.

Die Besucher konnten sich Unterricht in den fünften Klassen ansehen und sich über den Unterrichtsablauf in der Hauptschule informieren, die durch zahlreiche Kooperationen unter anderem mit Betrieben versucht, allen Schülern eine berufliche Perspektive zu eröffnen.

361 Schüler besuchen zurzeit die Halterner Hauptschule, die in den vergangenen Jahren auch viele Flüchtlingskinder in den Schulbetrieb integriert hat. "Die große Welle ist aber abgeebbt", sagt Schulleiterin Dagmar Perret. "Die Kinder, die jetzt kommen, haben vorher schon eine Grundschule besucht und sind somit weitaus besser ins deutsche Schulsystem integriert, als die Jugendlichen, die zuerst zu uns kamen, zum Teil ohne jemals vorher eine Schule besucht zu haben."

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