Jung und Alt

Hullerner Grundschüler fragen Senioren, wie es ist, alt zu werden

Zum Abschluss einer Unterrichtsreihe besuchten drei Senioren die Grundschule Hullern und erklärten den Schülern im persönlichen Austausch, wie sich das Leben als älterer Mensch anfühlt.

Hast Du Angst vor dem Tod?", diese und andere tief greifende Fragen brannten den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4c der Grundschule Hullern auf der Seele, als sie sich am vergangenen Donnerstag auf einen Besuch von Senioren des AWO-Seniorenzentrums Barkenberg vorbereiteten. Der Besuch sollte den krönenden Abschluss der Unterrichtsreihe, die sich mit den Themen "Altern und Tod" auseinandersetzte, bilden. Bestens vorbereitet begrüßten die Kinder gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Astrid Lau zwei Bewohnerinnen und einen Bewohner des Seniorenzentrums Barkenberg. Voller Vorfreude auf die Gäste entstand im liebevoll hergerichteten Klassenzimmer ein sehr persönlicher Austausch zwischen Jung und Alt.

Zwischen den Generationen

"Wie ist es eigentlich, wenn man älter wird oder nicht mehr gut laufen kann?" Die willkommenen Gäste standen Rede und Antwort, berichteten aber auch von bereits Erlebtem und schlugen somit eine wertvolle Brücke zwischen den Generationen. Der 92-jährige Senior Wilhelm Niepel eroberte die Herzen im Sturm und entlockte den Schülerinnen und Schülern mit seinen bewegenden Geschichten echtes Erstaunen.

Im Anschluss an Kaffee und Weihnachtsgebäck überraschten die begleitenden Mitarbeiterinnen des Seniorenzentrums mit einer Verkleidungsaktion der besonderen Art.

Ausgestattet mit Perücke, Strickpullover und Gehhilfe schlüpften die Kinder sowohl optisch als auch emotional in die Rollen der betagten Senioren - ein Spaß, der fotografisch als Andenken an einen berührenden Tag festgehalten wurde. Als Fazit versprachen die Kinder mit verständnisvollem Blick und helfender Hand in Bezug auf ältere Menschen zukünftig durchs Leben zu gehen.

Auf das Bauchgefühl hören

Die Schülerin Edyta erklärt: "Ich habe auch schon einmal einem alten Menschen geholfen." Und die achtjährige Emilia resümiert: "Wenn ich einen alten Menschen sehe, dann höre ich auf mein Bauchgefühl. Das sagt mir dann schon, wann es wichtig ist zu helfen."

Rückblickend war es für die Senioren und die Kinder ein besonderer Tag mit bleibenden Eindrücken. Seniorin Dorothee Degener war rundum zufrieden und fragte "Und in welche Grundschule fahren wir jetzt?", was Einrichtungsleitung Sonja Schroer-Klösener mit eindeutigen Worten beantwortete: "Der Austausch zwischen Jung und Alt und dem gegenseitigen generationsübergreifenden Verständnis und Respekt liegt uns besonders am Herzen. In diesem Sinne sind wir gern bereit von dieser Aktion auch andere Kinder in den umliegenden Grundschulen profitieren zu lassen."

Interessierte Grundschulen können sich gern mit dem Sozialen Dienst des AWO-Seniorenzentrums Barkenberg unter Tel. (02369) 917443 in Verbindung setzen.

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