Kinderbetreuung

Wer übernimmt die neue Halterner Kita?

Haltern - Erstmals entscheidet der Ausschuss Generationen und Soziales öffentlich über die Trägerschaft eines neuen Kindergartens. Zwei Bewerber empfehlen sich.

An der Lohausstraße am Rande des Gewerbegebietes Münsterknapp baut die Stadt auf einem ehemaligen Spielplatz für 2,8 Millionen Euro einen neuen Fünf-Gruppen-Kindergarten. Das Haus soll bereits im August fertig sein. Zum ersten Mal hat die Stadt die Trägerschaft für diese Einrichtung öffentlich ausgeschrieben, zum ersten Mal auch entscheidet der Ausschuss Generationen und Soziales öffentlich über die Vergabe.

"Der Ausschuss hatte im vergangenen Jahr den Wunsch geäußert, diesen Weg zu gehen. Da es für die Vergabe einer Trägerschaft kein vorgeschriebenes Verfahren gibt, steht diesem Wunsch nichts entgegen", erklärte Jugendamtsleiter Gisbert Drees auf Anfrage. Im Oktober hatte die Stadt deshalb im Amtsblatt ein sogenanntes "Interessenbekundungsverfahren" ausgeschrieben. Gemeldet haben sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO/Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen) sowie "educcare Lösungen für Familien und Beruf" aus Köln. Beide Einrichtungen stellen sich in der Sitzung am 25. Januar um 17.30 Uhr im Ratssaal des neuen Rathauses, Dr. Conrads-Straße 1, vor. "Ich gehe davon aus, dass anschließend direkt die Entscheidung über die Trägerschaft fällt", sagte Gisbert Drees.

Konzept der AWODie AWO betreibt 74 Kindertageseinrichtungen mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten. Für Haltern sollen Kernzeiten von 7.30 bis 16.30 Uhr gelten, eine weitere Betreuung ist nach Absprache mit den Eltern möglich. An 23 Tagen im Jahr würde die Kita schließen, eine Betreuung bliebe aber gewährleistet. Die AWO nimmt in ihren Kitas Kinder mit und ohne Behinderungen auf und bietet Frühstücksbuffet und Mittagessen. Sie benötigt als armer Träger die Übernahme des vollen Trägeranteils von neun Prozent.

Konzept von "Educcare""Educcare" betreibt 29 Einrichtungen in fünf Bundesländern, darunter auch die Betriebskita für Evonik in Marl. Ein Kitatag beginnt um 7 Uhr und endet um 19 Uhr, eine Flexibilität wird zugesagt. 20 Tage im Jahr wäre die Einrichtungen geschlossen. Das Kölner Unternehmen empfiehlt sich mit vollwertiger Ernährung und der Integration von Kindern mit Behinderungen. Zur Übernahme der Trägerschaft wäre ein öffentlicher Zuschuss von 99 Prozent der Betriebskosten notwendig.

Geplant ist an der Lohausstraße ein zweigeschossiges Gebäude für 90 Jungen und Mädchen. Im Erdgeschoss werden Kinder unter drei Jahren betreut, im Obergeschoss Kinder im Alter von drei Jahren und älter. Besonderes optisches Merkmal des Hauses ist eine Rutsche als Rettungsweg und Spielparadies.

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