Kommunalprofil

Halterner Bevölkerung wird immer älter und die Zahl der Einwohner sinkt

Bis 2040 soll die Anzahl der über 65-Jährigen in Haltern um 51,8 Prozent steigen. Auch an den anderen Altergruppen geht der Demografische Wandel nicht vorbei.

Das Kommunalprofil des Statistischen Landesamtes IT NRW geht davon aus, dass die Zahl der Bürger in Haltern am See bis 2040 sinkt.

2016 zählte das Statistikamt in der Seestadt noch 37.893 Personen. 2040, heißt es im Kommunalprofil, rechne man mit 34.290 Halternern - das wären rund 9,5 Prozent weniger als 2016. Demnach sollen 2040 noch 16.360 Frauen (-15,8 Prozent gegenüber 2016) und 17.930 Männer in Haltern leben (-2,8 Prozent gegenüber 2016).

Die Gruppe der unter 40-Jährigen schrumpft

Mit besonderem Zuwachs rechnen die Statistiker bis 2040 bei der Gruppe der über 65-Jährigen: Waren es Ende 2016 noch 8280 Seniorinnen und Senioren, sind für das Jahr 2025 9441 Ü-65-Jährige prognostiziert, für 2040 dann 12.567 - das wären rund 51,8 Prozent mehr als 2016. In allen jüngeren Altersklassen rechnet IT NRW mit Rückgängen. So soll etwa die Gruppe der 30- bis 40-Jährigen (2016: 3929) bis 2040 auf 3255 Personen sinken.

Die Stadt zeigt sich in Anbetracht der Prognose skeptisch. Denn zwischen 2010 und 2017 sei die Stadt trotz Wegzügen und Sterbefällen um 804 Personen gewachsen.

Deutlich wird den Zahlen der Stadt nach aber auch, dass die Zahlen der Sterbefälle die Zahl der Geburten in jedem Jahr überstiegen hat. Gleichzeitig verzeichnete Haltern Zahlen der Stadt zufolge stetig mehr Zu- als Wegzüge.

Die Zahl der Senioren hingegen steigt

"Unstrittig ist aus unserer Sicht, dass der Anteil der Senioren weiter deutlich steigen wird", so der Sprecher der Stadt, Georg Bockey. Haltern rechnet zwischen 2012 und 2030 mit einem Anstieg von 33 Prozent in der Altersklasse der 65- bis 79-Jährigen. "Ähnlich groß wird die Steigerung bei denen ausfallen, die 80 Jahre und älter sind. Das ist sicherlich auch damit erklärbar, dass es erstens die Nachkriegsgeneration ist. Zweitens haben sich auch die Lebensbedingungen und medizinische Versorgung deutlich verbessert", so die Stadt.

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