Künstlerhof Lavesum

Künstler strahlen am Besuchertag positive Stimmung aus

Der Künstlerhof Lavesum hat den Besitzer gewechselt. Lange Zeit war ungewiss, wie es in den Ateliers weitergeht.

"Ich habe mich gleich in diesen Ort verliebt", sagt Olga Pelster. Vor gut einer Woche ist die Halterner Künstlerin in den Künstlerhof Lavesum eingezogen und arbeitet jetzt in einem der Ateliers. Am 18. November präsentierte sie zusammen mit allen anderen Kreativen des Hofes ihre Arbeiten beim jährlichen "Kiek In".

16 Künstlerinnen und Künstler des Hofes und fünf Gäste entfalteten wieder eine große Vielfalt unterschiedlicher Stile und Techniken. Keramik und Felle, Malerei und Skulpturen, Buchkunst und Druckgrafik, das Spektrum der Arbeiten ist breit gestreut. Zahlreiche Besucher nutzten den Tag bei herrlichem Sonnenwetter für einen Ausflug auf den Hof.

Viel renoviert

"Wir haben renoviert, neue Böden verlegt und gestrichen", sagt Mitorganisatorin Gabi Bücker. "Nach einem Eigentümerwechsel bieten sich dem Hof jetzt wieder bessere Zukunftsperspektiven. Die Zeit der Unsicherheit ist vorbei."

Darüber freut sich auch Hans-Jürgen Schaeffer, der bereits seit 12 Jahren auf dem Künstlerhof arbeitet. Wie auch Olga Pelster inspiriert ihn die Zusammenarbeit auf dem Hof. Er teilte sich ein Atelier mit Gisela Rott, auch eine der neuen Auf dem Hof. Die Grafik-Designerin ist sein einem halben Jahr in Lavesum dabei. Beim "Kiek In" präsentierte sie ihr neues Buch "Huhn, was nun". Das wunderschön illustrierte Buch hat sie nach einer selbst geschriebenen Geschichte gestaltet.

Eine Etage höher demonstrierte Joe Stoll das Verfahrnen des Kaltnadeldrucks auf einer alten Druckerpresse aus dem Fundus des Künstlerhofes. "Die stand lange hier relativ ungenutzt rum", sagt er. "Ich habe sie wieder aufgearbeitet und gängig gemacht."

In Kürze will er Workshops zu verschiedenen Druckverfahren auf dem Hof durchführen. "Das Faszinierende ist, dass die einzelnen Drucke nie hundertprozentig identisch sind. Jedes Exemplar hat seine Eigenheiten", so Stoll.

Offenes Atelier

Im neuen Café unterhielt Künstler Ludwig Licht die Besucher zwischendurch auch musikalisch. Im Künstlerhof ist eine Aufbruchstimmung zu spüren. Das hat auch Olga Pelster von Anfang an gefallen: "Ich habe bisher nur allein gearbeitet, und oft unsicher, weil ich viele unterschiedliche Arbeiten mache", sagt sie. "Hier fühle ich mich gut aufgehoben, weil hier so viele unterschiedliche Künstler sind, die ganz verschiedene Sachen machen. Es macht einfach Spaß, hier zu arbeiten."

Dieser Spaß übertrug sich auch auf die Besucher, die das eine oder andere kreative Weihnachtsgeschenk gleich mit nach Hause nehmen konnten. Am 27. November (Dienstag) veranstaltet der Künstlerhof ein offenes Atelier. Besucher haben die Möglichkeit, den Künstlern beim Arbeiten über die Schulter zu schauen und sich zu informieren.

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