Mehr Aufwand nötig

Baustelle am Drügen Pütt dauert noch wochenlang

Haltern - Die Arbeiten auf der Kreuzung Münsterstraße / Sythener Straße verzögern sich. Verkehrsteilnehmer müssen weiter Behinderungen in Kauf nehmen. Denn es gibt unerwartete Probleme.

Die Ende Oktober begonnenen Sanierungsarbeiten der Fahrbahnen im Kreuzungsbereich der beiden Landstraßen L551 (Münsterstraße) und L652 (Sythener Straße) werden nicht, wie angekündigt, bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Frank Hausendorf, Sprecher vom Landesbetrieb Straßen.NRW erklärte auf Anfrage: "Die Arbeiten haben sich enorm verzögert, weil wir bei der Entfernung der alten, defekten Betonfahrbahn darunter noch gleich zwei alte Teer- und Asphaltfahrbahnen vorgefunden haben. Diese mussten entfernt und auf einer Sonderdeponie entsorgt werden".

Hausendorfer geht nach Rücksprache mit dem Bauleiter davon aus, dass die Arbeiten an drei von vier Bauabschnitten bis Weihnachten erledigt werden können. Mit dem vierten Bauabschnitt im Kreuzungsbereich soll nach Hausendorfers Angaben aber definitiv erst im Januar begonnen werden. Der zeitliche Rahmen der Fertigstellung sei dabei witterungsabhängig. "Ich kann nicht sagen, wann wir fertig werden, weil wir zur Aufbringung des neuen Asphalts zwei Tage mit Temperaturen über 6 Grad Celsius brauchen", erläuterte der Straßen.NRW-Sprecher.

Während der Arbeiten im Kreuzungsbereich von Münsterstraße und Sythener Straße ist die Sythener Straße in Richtung Sythen zur Einbahnstraße geworden - eine Umleitung über die K31 (Lehmbrakener Straße) ist in Richtung Lavesum ausgeschildert. Nach Fertigstellung der Kreuzung wird die Ampelanlage mit neuester Technik ausgerüstet. In einem letzten Bauabschnitt, je nach Witterung ab Anfang 2018, soll schließlich auf der L551 und der L652 jeweils bis zur Lehmbrakener Straße noch die Fahrbahndecke saniert werden. Rund drei Kilometer Fahrbahn und die Schutzplanken werden erneuert. Straßen.NRW investiert rund 1,4 Millionen Euro. Zurzeit regelt eine mobile Ampel den Verkehr - gerade im Früh- und Feierabendverkehr führt dies oft zu erheblichen Rückstaus.

Nach Zeugenaussagen umfahren ungeduldige Verkehrsteilnehmer die Baustelle regelmäßig über Feld-, Wald- und Wiesenwege, die nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind. Ramona Hörst, Sprecherin der Kreispolizeibehörde, kann aber bisher nur von einem Hinweis berichten, dem die Bezirksbeamten aus Haltern nachgegangen sind. "Wir werden die Umgebung weiterhin im Auge behalten", sagt sie. Da die Wege zurzeit sehr matschig seien, nimmt die Polizei an, dass es sich die Fahrer durchaus gut überlegen, ob sie ihr Fahrzeug für einen eher kleinen Zeitgewinn derart verschmutzen wollen.

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