Nach Sturmtief "Friederike"

Arbeiten in den Wäldern dauern noch monatelang

Haltern - Der Sturm "Friederike" hat viele Bäume im Stadtgebiet entwurzelt, die Aufräumarbeiten sind sehr umfangreich. Der Regionalverband Ruhr zieht jetzt Bilanz.

Drei Wochen ist es her, dass Orkan "Friederike" über die Region hinwegfegte. Die Haard ist dabei vergleichsweise glimpflich weggekommen. Nimmt man das Gebiet mit dem der Hohen Mark zusammen, ergeben sich 8000 bis 10.000 gefallene Bäume, erklärt Barbara Klask, Sprecherin des Regionalverbands Ruhr (RVR). "Das ist etwa die Menge, die auch in einem Jahr dazuwächst", so Klask.

Nachpflanzung sind nach Sturmtief "Friederike" nötig

Die Aufräumarbeiten seien im vollen Gange: "Natürlich sind da schon Kosten entstanden, die so nicht eingeplant sind", sagt die Sprecherin. Wege, Schranken und Gatter wurden durch Äste und Bäume beschädigt, etwa die Hälfte der zerstörten Bäume seien "flächig" gefallen, also mehrere Bäume nebeneinander. "Da müssen wir dann auch noch nachpflanzen", sagt Klask.

Der Großteil der gefallenen Bäume seien Fichten und Kiefern. Eine Schadenssumme kann Klask nicht mitteilen, schließlich könne man manche der Bäume verkaufen, andere nicht. "Den Preis bestimmen Angebot und Nachfrage", sagt sie. Und das Angebot ist gerade eben sehr groß. An die Bürger richtet Barbara Klask den Appell: "Es bestehen immer noch akute Gefahren in den Wäldern. Wir können nur auf das bestehende Betretungsverbot hinweisen."

"Weil im Winter keine Blätter an den Laubbäumen sind, bieten die nicht so viel Windwiderstand wie die Nadelbäume", erklärt Förster Kersten Blasczok. Deshalb sind diesmal vor allem Kiefern und Fichten betroffen. Die betroffenen Laubbäume seien vor allem durch durchnässte und aufgeweichte Untergründe umgestürzt. Aktuell ist Blasczok mit seinen Kollegen mit sogenannten Harvestern im Wald unterwegs: großen Maschinen, die die Bäume greifen, absägen und entasten können.

Freigabe von Wegen dauert "sicher noch drei Monate"

"Bis sämtliche kleine Wege begehbar und reitbar sind, werden sicher noch drei Monate vergehen", sagt Blasczok. Eine Ausweitung des Betretungsverbots, aktuell gültig bis Sonntag (18. Februar), sei Sache das Regionalforstamts.

Ein nächster logischer Schritt sei wohl, den Wald grundsätzlich zu öffnen. Dann dürfen die befestigten Wege aber zunächst nicht verlassen werden. In der Bilanz sagt Blasczok aber auch: "Wir haben mit ?Friederike' Glück gehabt. Kyrill war vor elf Jahren deutlich schlimmer."

In Haltern hatte Sturm "Friederike" mehrere Bäume entwurzelt. Wir waren dabei, als die Feuerwehr am Nordwall einen Baum zerkleinert hat:

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