Neubürgerempfang

Willkommen in Haltern am See!

92 Menschen wurden beim Neubürgerempfang begrüßt. Sie kommen teilweise von weit her und zeigen, dass sich Menschen von mehreren Kontinenten in der Seestadt heimisch fühlen können.

Sie stammen aus Afrika, Asien und natürlich Deutschland: Die Neubürger, die Bürgermeister Bodo Klimpel beim Empfang am Mittwoch in Rathaus begrüßte, sind aus allen Himmelsrichtungen in die Seestadt gekommen. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie fühlen sich wohl in ihrer neuen Heimat.

"Wir sind angekommen", sagen Ingelore und Peter Fankähnel. Und das obwohl sie zwei Jahre überlegt haben, ob sie ihren bisherigen Wohnsitz in Eberswalde in Brandenburg aufgeben sollten. "Wir haben es keine Minute bereut. Nach einem halben Jahr sind wir schon hier zuhause."

Auslöser für ihre Überlegungen waren viele Verwandte, die im Kreis Recklinghausen wohnen: Tochter, Nichte, Enkelin, alle sind in Waltrop, Datteln oder Recklinghausen zuhause. "Als ich Weihnachten hier war, bin ich mal rumgefahren", sagt Ingelore Fankhänel. "Und als ich nach Haltern kam, war ich gleich begeistert."

Zwar fanden sie keine Wohnung in der Innenstadt, dafür aber in Flaesheim. "Inzwischen fühlen wir uns da total wohl." Von ihrer Vermieterin wurden sie spontan zum Geburtstag eingeladen. "Dadurch entstanden Kontakte und wir lernen immer mehr Leute kennen", sagt das Ehepaar. "Und wie in Brandenburg haben wir hier See, Heide und Kanal direkt vor der Haustür."

Studium in Münster, Job in Recklinghausen

Für Frederike Hahn und Rico Schreiber ist Haltern "die goldene Mitte". Beide wohnen in der Nähe des Annabergs. Sie studiert in Münster, er arbeitet in Bochum als Maschinenbauingenieur. "Recklinghausen kam auch infrage, aber dann hat uns Haltern doch besser gefallen", sagt Rico Schreiber. Ihre neue Heimat wollen sie jetzt besser kennenlernen. "Deshalb sind wir auch zum Neubürgerempfang gekommen, um uns zu informieren".

Die Rede von Bürgermeister Bodo Klimpel, die den Gästen einen informativen Einblick in die Stadt verschaffte, wurde von Gebärdendolmetscherin Alexandra Lorentz für das gehörlose Paar Herrmann und Naoko Riekötter übersetzt. Aber nicht sie sind Halterner Neubürger, sondern Naokos 81-jährige Mutter Mihoko Fujita. Sie ist ebenfalls gehörlos und ihre Tochter Naoko übersetze die deutschen Gebärden in japanische. Zunächst für ein Jahr wird die japanische Seniorin in Haltern wohnen. "Sie ist verwitwet und beim Chatten fragte ich sie immer, was sie macht und sie antwortete: ?nichts'. Deshalb wollen wir versuchen, dass sie in Deutschland bleiben kann, denn sonst ist sie sehr einsam", so Naoko Riekötter.

Seit vier Jahren lebt Maurice Kamano inzwischen in Deutschland, vor einem Jahr ist seine Ehefrau Helene zu ihm gezogen. Beide stammen aus Guinea in Westafrika und sind in der Seestadt heimisch geworden. "Es gibt viele freundliche und offene Menschen hier", sagt Maurice Kamano, "und keinen Rassismus, oder höchstens ein ganz kleines bisschen".

Insgesamt 92 Neubürger

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bodo Klimpel hatten die 92 Neubürger die Gelegenheit, mit Vertretern der Stadtspitze, der Fraktionen, der Feuerwehr oder des Seniorenbeirats ins Gespräch zu kommen. Für die musikalische Untermalung sorgten Musikschulleiterin Verena Voß am Piano und Gesangsschülerin Larissa Röhling. Der Neubürgerempfang wird von der Stadt Haltern und der Halterner Zeitung in Kooperation ausgerichtet.

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