Neuer Partyraum direkt an der Stadtmühlenbucht

Richtfest des neuen Halterner Bootshauses

HALTERN - Viereinhalb Jahre nach dem Brand des alten Gebäudes wurde am Freitag das Richtfest für das neue Bootshaus am Stausee gefeiert. Jetzt ist auch der Pächter für den großen Partyraum mit Blick auf den Stausee offiziell bekannt.

"Alle Meilensteine haben wir sauber genommen", erzählt Benno Schrief stolz über den Neubau des Bootshauses. Am 20. Oktober gab es erst den offiziell ersten Spatenstich. "Das schafft ihr nie rechtzeitig", hätten einige gemeint, berichtet der Vorsitzende der Bootshausgesellschaft. Gut gelaunt steht er am Mikrofon in der oberen Etage des Rohbaus, wo man im November einen besonderen neuen Partyraum in Betrieb nehmen will.

Für Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Konferenzen kann der Raum gemietet werden, den die Firma Suberg aus Recklinghausen pachten wird. Das hat Benno Schrief beim Richtfest offiziell verkündet. Inklusive ist dabei die Nutzung des großen Balkons mit Blick von oben auf die Stadtmühlenbucht: daher auch der Name "Seeblick" für die neue Location. Im Erdgeschoss betreiben Christian Zehren und Andreas Kleimann "sehr wahrscheinlich" ab dem 1. September die neue "Kombüse", einen Kiosk mit kleinem Gastronomieraum, erzählt Zehren. Den Halternern gehört schon die "Kajüte" nebenan.

Von den Besitzern, die bei dem Brand im Dezember 2013 ihre Boote verloren haben, sei "ein großer Teil" zurückgekehrt, um die neuen Modelle unterzubringen. "Die konnten sich auch alle einen Platz aussuchen", sagt Benno Schrief, während die Band Cookie and Friends spielt. Später folgt der Shantychor des SC Prinzensteg. Etwa 250 Bootsplätze seien vergeben, ungefähr 50 noch zu haben. "Eine sehr gute Belegung", so Schrief, der sich bei der Stadtverwaltung, den Handwerkern und Hafenmeister Reinhold Gerwert für die gute Zusammenarbeit bedankt. Auch Architekt und Bauleiter Michael Zahn lobt er für eine "tolle Leistung". "Heute ist ein schöner Tag für unsere Stadt", sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Hiltrud Schlierkamp: "Es hat sich hier etwas Gutes entwickelt." Benno Schrief zeige hier "enormen Einsatz".

Nach alter Tradition schlagen die Bauherren beim Richtfest letzte Nägel ein. "Das Dach ist noch dicht", scherzt Zimmermeister Georg Rohlf: "Ich weiß nicht, ob das hier Profis am Hammer sind. Da schlagen wir die Nägel lieber hier im Raum in einen Balken." Benno Schrief und der ebenfalls stellvertretende Bürgermeister Heinrich Wiengarten hämmern, bis die Riesennägel Funken schlagen.

Zum unterhaltsamen Richtspruch klettert Georg Rohlf auf den eigens aufgebauten Balken, spricht über die Flammen, denen der Vorgängerbau zum Opfer fiel, sodass dies nicht noch einmal passiere. Und er wünscht den Besitzern der untergebrachten Boote alles Gute: "Und scheint die Sonne auf das Schwert (ein Bauteil unterhalb der Wasseroberfläche), macht der Segler was verkehrt."

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