Neuer Pfarrer

Pastor Klemens Emmerich wechselt von Marl nach Haltern

Die Halterner dürfen sich auf einen Seelsorger freuen, der theologische Zusammenhänge verständlich vermitteln kann: Pastor Klemens Emmerich tritt seinen Dienst in der Sixtus-Gemeinde an.

Die Advents- und Weihnachtszeit 2018 war für den Seelsorger eine besondere. Der 71-Jährige hat sich entschieden, nach neun Jahren in Marl etwas Neues anzufangen. Er arbeitet künftig in der Gemeinde St. Sixtus in Haltern. Er kommt aus der Gemeinde Heilige Edith Stein in Marl.

Dahinter steht das Angebot einer befreundeten Familie, bei ihr in einem Doppelhaus eine Wohnung zu beziehen. "Das Beispiel mehrerer Mitbrüder hat mir gezeigt, dass es vielleicht besser ist, etwas frühzeitig zu unternehmen, um nicht später reagieren zu müssen", sagt der Pfarrer.

Anfang im Könzgenhaus

Dass er künftig an der Annabergstraße in Haltern wohnt, findet Klemens Emmerich ein wenig schicksalhaft. Bei einer Studienwoche im Könzgenheim auf dem Annaberg hat ihn 1967 der damalige Diözesankaplan der CAJ (Christlicher Verband für Arbeitswelt und Jugend) ermutigt, das Abitur nachzuholen und Priester zu werden. "Ich war damals bei der Kreisverwaltung in Coesfeld beschäftigt. Nach dem Ratschlag bin ich erst einmal verstört durch die Wälder gelaufen", erinnert sich der Seelsorger und fügt hinzu, "dass es mich bewegt, dort wieder anzukommen".

Rückblickend auf die Zeit in der Gemeinde Heilige Edith Stein ist er dankbar für die Menschen, die er kennenlernen durfte. Viele seien mit den Worten von Papst Franziskus "Gläubige der Mittelklasse". Er meint damit zum Beispiel pflegende Angehörige, die notgedrungen in ihrem Engagement aufgehen; Jugendliche, die sich offen zu ihrem Glauben bekennen; Eltern, die es aushalten, dass ihre Kinder der Kirche den Rücken zukehren.

Immer auf den Punkt

Dankbar blickt Klemens Emmerich auf die Zusammenarbeit im von Pfarrer Heiner Innig geleiteten Seelsorgeteam der Gemeinde Heilige Edith Stein zurück.

Welche Aufgaben er in St. Sixtus übernehmen wird, steht noch nicht fest. Zu der Pfarrei zählen neun Kirchtürme, sodass die Gottesdienste einen wesentlichen Teil des neuen Wirkungskreises einnehmen werden.

Klemens Emmerich ist dafür bekannt, dass er in seinen Predigten immer auf den Punkt kommt und dabei nicht schulmeistert, sondern lieber erzählend erklärt.

In den vergangenen Wochen, besonders aber bei der offiziellen Verabschiedung am zweiten Weihnachtsfeiertag im Pfarrheim St. Georg in Marl, hat Pastor Emmerich Verständnis für seine Entscheidung gespürt, aber auch in Gesprächen festgestellt, dass die Marler Katholiken ihn nur ungern ziehen lassen.

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