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Die Raststätten Hohe Mark Ost und West an der A43: Aus der Luft kann man gut erkennen, wie viele LKW sich in der Einfädelspur breitmachen. Das kann lebensgefährliche Folgen haben.

Parken auf Einfädelspur

LKW-Fahrer an Raststätten in Lebensgefahr

Haltern - Die Zahl der Lastwagen auf unseren Straßen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Nicht so die Zahl der Parkplätze an Autobahnraststätten, auf denen die Lastwagenfahrer übernachten oder rasten können. Das hat lebensgefährliche Folgen.

Weil der Platz nicht ausreicht, stellen die LKW-Fahrer ihre Fahrzeuge auf der Einfädelspur an den Raststätten Hohe Mark Ost und West in Haltern-Lavesum ab. Das hat einen LKW-Fahrer auf der A40 bei Wachtendonk vergangene Woche das Leben gekostet. Ein anderer LKW-Fahrer fuhr nachts im Dunkeln auf das abgestellte Fahrzeug auf. Dabei wurde der Insasse getötet.

Um für Entlastung zu sorgen, wurden die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) mit der Aufgabe betraut, für mehr Parkflächen im Bereich des Standortes Hohe Mark West und Ost zu sorgen. Das Beispiel Lavesum zeigt allerdings, dass zusätzliche Stellflächen nicht unbedingt kurzfristig zu erwarten sind. Zunächst war angedacht, auf beiden Seiten 69 zusätzliche Stellplätze zu schaffen. Damit wäre die Zahl jeweils von elf auf 80 gestiegen. Darüber informierte Michael Zarth, Pressesprecher der Deges, am Freitag auf Anfrage. Die Erweiterungsvariante wird allerdings auf der westlichen Seite durch ein Windrad verhindert. Es stehen hier nicht mehr genügend Flächen zur Verfügung, so Zarth.

Unternehmen sucht Alternativfläche

Aus diesem Grund wurde die Planung neu überarbeitet. „Nach jetzigem Stand soll sich das Platzangebot an beiden Lavesumer Raststätten nicht verändern“, sagte Michael Zarth zudem. Stattdessen sei die Deges auf der Suche nach einem weiteren Doppelstandort an der A 43, an dem Parkplätze mit WC-Anlagen eingerichtet werden können. Dieser sollte „im vernünftigen Abstand“ zur jeweiligen Raststätte Hohe Mark liegen.

Es seien dafür bereits mehrere Standorte geprüft worden. Das Verfahren dauere jedoch noch an. Deshalb könnten keine Angaben zum Zeithorizont für das Projekt gemacht werden. Sicher werde es aber noch einige Jahre dauern, bis die zusätzlichen Parkplätze zur Verfügung stehen.

Die drangvolle Enge auf dem Brummiplatz in Lavesum ist schon seit vielen Jahren bekannt. Wegen des Sicherheitsproblems wird über eine Erweiterung nachgedacht. 2009 war beispielsweise noch die Rede davon, dass auf beiden Autobahnseiten 90 zusätzliche LKW-Stellplätze entstehen sollten. Dafür war eine Fläche von drei Hektar vorgesehen. Bei den Lavesumern kamen diese Pläne aber nicht gut an. Sie befürchteten zusätzlichen Lärm und weitere Umweltbelastungen.

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