Plattdeutsches Theater

"Kaviar un Hasenbroden" mit drei neuen Akteuren

Die Plattdeutsche Theatergruppe in Lippramsdorf probt für die neuen Aufführungen im kommenden Jahr. Das neue Stück mit altbekannten, aber auch drei neuen Mitgliedern verspricht viel Spaß.

"Wer kümmert sich um die Mottenkugel?" Bei den Proben der Lippramsdorfer Plattdeutschen Theatergruppe am vergangenen Montagabend werden Requisiten organisiert, Textstellen markiert und Rollen geprobt. Die Theatergruppe freut sich spürbar auf das aktuelle Bühnenstück "Kaviar und Hasenbroden" und fiebert der Premiere am 19. Januar 2019 entgegen. Bereits seit Anfang Oktober wird dafür intensiv zweimal in der Woche geprobt.

Ebbe in der Familienkasse

Dieses Mal erlebt das Publikum mit, wie bei Familie Steiner bereits am 20. des Monats mal wieder Ebbe in der Kasse herrscht. Max Steiner versucht, den Stapel von Rechnungen und Mahnungen den Kategorien "sicher nicht zahlen" und "vielleicht zahlen" zuzuordnen. Ehefrau Elvira war bereits im Dorf unterwegs, um Kartoffeln, Kartoffelmehl und Salat für das abendliche Essen auszuleihen. Max hat dazu in der vergangenen Nacht einen Luxus-Hasenbraten "organisiert". Mitten beim Abendessen, zu dem sich spontan auch Nachbar Manfred Hasenberger eingeladen hat, wird der Strom abgeschaltet.

Ganz nebenbei verkündet Manfred, dass der langjährige Kumpel "Klunker-Ede" nach sieben Jahren, die er für einen Überfall auf ein Juweliergeschäft absitzen musste, im Knast verstorben ist und das vier Wochen vor der Entlassung. Nach einer stillen Gedenkminute mit Bier und Schnaps erinnert sich Max, dass "Klunker-Ede" ihm kurz vor seiner Verhaftung ein Kuvert zur Aufbewahrung anvertraut hat. Was hat es damit auf sich?

Der Eintritt wird gespendet

Die Plattdeutsche Theatergruppe Lippramsdorf gibt es bereits seit 1984 und erfreut sich stets ausverkaufter Vorstellungen. Und das freut nicht nur die Theatergruppe, denn die Einnahmen (Eintritt 8 Euro) werden für einen guten Zweck gespendet. Aus den letzten Theateraufführungen kamen insgesamt 5.000 EUR zusammen. Ein Scheck über 2.500 EUR wurden von Doris Schindler und Gilla Overhoff an Professor Paulussen von der Kinderklinik in Datteln übergeben. Weitere 2.500 EUR wurden an verschiedene örtliche Organisationen gespendet. "Wir wünschen uns natürlich, mit dem neuen Stück "Kaviar un Hasenbroden" an diese stolzen Beträge anzuknüpfen", hofft Josef Oeldemann.

Neue Mitspieler auf der Bühne

In diesem Jahr ist die Theatergruppe um drei neue Schauspieler gewachsen: Sabine Büser spielt Konstanze Makert, die Ex-Frau von Klunker Ede und Stefan Budenbrock ihren Sohn Nikolaus Kugler. Ebenfalls erstmals dabei ist Monia Vodisek, die ihre Rolle als Nathalie Steiner einstudiert. Und das war am Anfang eine echte Herausforderung, denn Plattdeutsch war ihr bis dato fremd. Doch das schreckte sie nicht ab, als Josef Oeldemann ihr den Vorschlag machte, zur Theatergruppe hinzu zu stoßen. "Mittlerweile verstehe ich die plattdeutschen Texte sehr gut", erzählt Monia Vodisek. "Nur für meine eigene Rolle reicht es noch nicht aus." In diesem Stück werden die drei neuen Mitspieler daher noch auf Hochdeutsch spielen. "Aber im nächsten Jahr klappt es bestimmt auch auf Plattdeutsch", ist sich Monia Vodisek sicher.

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