Polizei-Erfolg

Niederländische Bande nach Bankautomaten-Sprengungen geschnappt

Die Polizei hat eine Geldautomatensprenger-Bande gefasst. Zurzeit wird ermittelt, ob diese Täter auch für die Sprengung eines Geldautomaten der Halterner Sparda-Bank verantwortlich sind.

In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli 2017 sprengten Unbekannte den Geldautomaten im Foyer der Sparda-Bank an der Merschstraße in Haltern. Die Explosion löste obendrein auch noch einen Brand aus. Dadurch richteten die Täter, die unerkannt entkommen konnten, zusätzlich an der gerade nach einem Brand sanierten denkmalgeschützten Hirsch-Apotheke großen Schaden an. Jetzt gingen der Polizei organisierte Geldautomatensprenger ins Netz.

Zusammenhang nicht ausgeschlossen

Die Täter agierten laut Staatsanwaltschaft Aachen in Schüttdorf, Mönchengladbach, Recklinghausen, Ratingen und Castrop-Rauxel und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie auch in Haltern waren. Letzteres müssen weitere Ermittlungen ergeben.

Die Staatsanwaltschaft Aachen und das Landeskriminalamt NRW teilten in einer gemeinsamen Presseerklärung den Erfolg mit: "Nach der Festnahme von zwei professionellen niederländischen Geldautomatensprengern in Dortmund am 17. April, ist der gemeinsamen Ermittlungsgruppe (Joint Investigation Team) deutsch-niederländischer Polizei- und Justizbehörden nun der nächste Doppelschlag gelungen."

Drei Haftbefehle

Durch intensive Ermittlungen, die auf deutscher Seite die Staatsanwaltschaft Aachen in enger Abstimmung mit der Ermittlungskommission "Heat" des Landeskriminalamtes führte, konnten drei Haftbefehle gegen Angehörige der Tätergruppierung erwirkt werden.

Am 19. sowie 24. Juli nahm die niederländische Polizei aufgrund von internationalen Fahndungsmaßnahmen zwei Beschuldigte in den Niederlanden fest. Bei Durchsuchungen fanden die Ermittler neben typischen Tatmitteln (Sturmhauben, Transportmittel für Gasflaschen) auch Gerätschaften zur Detektion polizeilicher Maßnahmen.

Professionelles Vorgehen

Das zeige das hochprofessionelle Vorgehen dieser Tätergruppierung, so die Staatsanwaltschaft in Aachen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Niederländer im Alter von 25 und 30 Jahren. Nach einem weiteren Bandenmitglied, dem insgesamt fünf Geldautomatensprengungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vorgeworfen werden, fahnden die Ermittlungsbehörden weiter intensiv.

Von niederländischem Fahrzeug überholt

Ein Zeuge hatte nach der Tat in Haltern bei der Polizei angegeben, dass er auf der B58 in Richtung A43 von einem schwarzen Audi A5 mit niederländischem Kennzeichen mit überhöhter Geschwindigkeit überholt worden sei.

Die Filiale der Sparda-Bank an der Merschstraße konnte erst Ende September wieder öffnen. Sie musste zunächst aufwendig saniert werden. Der Kundenbetrieb lief vorübergehend in einem Provisorium. Die neuen Geldautomaten sind nun fest in der Wand verankert.

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