Polizei untersucht Beatmungsgerät nach Todesfall

Krankenhaus-Team verweist auf Ermittlungen

HALTERN - Drei Tage nach dem Tod einer 71-Jährigen am Sixtus-Hospital dauern die Ermittlungen zur genauen Ursache noch an. Das Team des Krankenhauses möchte sich nicht zu den Hintergründen des Vorfalls äußern.

Die Halternerin habe sich nach Zeugenaussagen im Rollstuhl im Außenbereich des Krankenhauses aufgehalten und dort eine Zigarette angezündet. Daraufhin geriet ein von der Frau genutztes Beatmungsgerät in Brand, die Frau starb am Nachmittag an ihren schweren Brandverletzungen.

"Es handelt sich bei diesem Vorfall um ein laufendes Ermittlungsverfahren, zu dem wir uns nicht äußern können", teilt Krankenhaus-Sprecherin Birgit Böhme-Lueg auf Anfrage mit. Aus Datenschutzgründen könne man nicht mitteilen, weshalb die Frau ursprünglich im Krankenhaus behandelt wurde und ob sie das Gerät schon länger benutzte oder erst dort bekam. "Die Kollegen im Krankenhaus sind selbstverständlich sehr betroffen über diesen Todesfall", so Böhme-Lueg.

"Bei der Behandlung mit Sauerstoff findet unausweichlich eine Sauerstoffanreicherung in der Umgebung des Patienten, insbesondere in Kopfnähe statt", schreibt der Fachverband Medizintechnik Spectaris im Internet. Es reiche bereits ein sehr kleiner Funke, um Haare oder Kleidung zu entzünden. Der Sauerstoff fördere die Verbrennung intensiv. Auch nach Abschaltung des Gerätes halte die Sauerstoffanreicherung für eine längere Zeit an.

Die Ermittlungen der Polizei laufen noch, neue Erkenntnisse konnte Pressesprecherin Ramona Hörst am Dienstag nicht mitteilen. Das Beatmungsgerät würde aktuell genauer untersucht, man rekonstruiere zum Beispiel, ob alle Schläuche korrekt mit dem Gerät verbunden waren. "Nach derzeitigem Stand muss von einem Unglücksfall ausgegangen werden", hieß es von der Polizei am Ostermontag in einer ersten Auskunft.

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