Positive Entwicklung

In Haltern gibt's deutlich weniger Einbrüche als im Vorjahr

HALTERN - In der dunklen Winterzeit gibt es erfahrungsgemäß viele Einbrüche. Zuletzt stiegen die Fallzahlen auf Höchstwerte. Doch in diesem Jahr ergibt die Auswertung unserer Redaktion bislang eine erfreuliche Entwicklung.

Die Zahlen fürs Jahr 2016 waren verheerend: In den vergangenen zehn Jahren hatte sich die Zahl der Wohnungseinbrüche in Haltern am See fast verdreifacht. Im Schnitt gab es jeden zweiten Tag einen Einbruch. "Diese Entwicklung tut uns wirklich weh", sagte der Leiter der Polizeidirektion, Holger Haufmann, im März. Die Polizei hat in der Folge immer mehr Anstrengungen in den Kampf gegen Einbrecher gesteckt - und das anscheinend erfolgreich.

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit fängt erfahrungsgemäß auch die Hoch-Zeit der Einbrecher an. Gab es im September 2016 noch acht Einbrüche in Haltern, stieg die Zahl im Oktober auf zwölf, im November auf 24. Im Dezember wurde der Jahreshöchststand mit 33 Taten erreicht.

Wertet man die aktuellen Mitteilungen der Polizei aus, geht das viel schneller als vor einem Jahr: Im September 2017 wurden sieben Einbrüche gemeldet, im Oktober fünf und im November insgesamt sechs. Wirkliche Wohnungseinbrüche gab es im November drei, im Oktober einen, im September zwei. Der Rest bestand hauptsächlich aus Geschäftseinbrüchen oder Kupferdiebstählen an Häusern, die die Polizei in derselben Kategorie meldet.

Wichtig ist Polizeisprecherin Ramona Hörst generell: "Knapp die Hälfte der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken." Diese misslungenen Versuche werden selten gemeldet - aber das trifft ja auch auf die Daten des Vorjahres zu. Zu aktuellen Zahlen darf sie sich abseits der jährlichen Statistik, die immer im Frühjahr kommt, nicht äußern, aber: "Das Thema Einbruch ist bei uns jeden Tag topaktuell", so Hörst: "Wir sensibilisieren unsere Kollegen ständig mit neuen Erkenntnissen und gehen bei Aktionstagen auch aktiv auf die Bürger zu."

Oft seien die Anwohner erstaunt, mit welchen einfachen Mitteln man das Eigenheim besser schützen kann. "Es ist manchmal besser, neue Fenster als einen neuen Fernseher zu kaufen", sagt Ramona Hörst: "Sonst könnte der Fernseher vielleicht schnell weg sein."

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