Raiffeisen Warengenossenschaft

Geschäftsführer Günter Hessing zieht auf der Generalversammlung ein positives Fazit

Der Gesamtumsatz der Warengenossenschaft stieg um knapp 3,8 Prozent. Günter Hessing warnte aber davor, auf dem Rücken der Landwirte "ein populistisches Süppchen zu kochen".

Das Agrargeschäft bleibt für die Raiffeisen-Warengenossenschaft Haltern ein wachsender Zukunftsmarkt. Das stellte Geschäftsführer Günter Hessing auf der Generalversammlung am Freitag fest. Hessing warnte allerdings davor, Landwirte mit überzogenen Forderungen zu überfrachten.

Durch die dauerhafte Trockenheit des Sommers hätten viele Landwirte Investitionen verschoben. Das habe sich negativ auf das landwirtschaftliche Warengeschäft ausgewirkt. Es ging in der Menge um 4,1 Prozent und bei den Erlösen um 2,1 Prozent zurück.

Lediglich im Mischfuttergeschäft und beim Pflanzenschutz habe es eine positive Entwicklung gegeben, so Günter Hessing. Besonders stark sei der Rückgang im Düngemittelgeschäft gewesen. Auch bei Saatgut, Futtermitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen war die Entwicklung rückläufig.

Gutes Geschäftsjahr

Bei Brenn- und Treibstoffen konnte in Haltern dagegen ein leichtes Plus verzeichnet werden, auch im Baustoffgeschäft gab es eine Umsatzsteigerung um 9,3 Prozent. Der Raiffeisenmarkt verzeichnete ebenfalls ein gutes Geschäftsjahr. "Trotz schwieriger Rahmenbedingungen stieg der Umsatz dort um 0,7 Prozent", so Günter Hessing.

Insgesamt erarbeitete die Raiffeisen-Warengenossenschaft einen Gesamtumsatz von 30,78 Millionen Euro, ein Umsatzplus von 3,8 Prozent. 34 Mitarbeiter sind zurzeit in Haltern beschäftigt, darunter drei Auszubildende. Insgesamt habe die Genossenschaft ihre Marktposition in den Kerngeschäftssparten mindestens gehalten, meisten aber ausgebaut, so das Fazit des Geschäftsführers. Ab dem Frühjahr werde der Raiffeisenmarkt eine neue Betontankstelle eröffnen, an der Landwirte, Unternehmer und Verbraucher täglich Frischbeton tanken können.

Populistisches Süppchen

Auf der Versammlung wurde Ludger Winkelkotte als Aufsichtsratsvorsitzender wiedergewählt. Ausgeschieden sind Klaus Schmöning nach 20 und Wilhelm Koch nach 23 Jahren Mitarbeit. Neu gewählt wurden dafür Martin Hagemann und Benedikt Klein Onnebrink, wiedergewählt wurden Johannes Schild und Tobias Schlüter.

Günter Hessing warnte in seinem Bericht davor, die einheimischen Landwirte weiter unter Druck zu setzen: "Die Zukunft sind nicht das Bentheimer Schwein oder die Hanfplantage, sondern eine effiziente Produktion gesunder Lebensmittel zu guten Preisen, die Förderung regionaler und saisonaler Erzeugnisse und vor allem die Stärkung der Landwirte, die sich bewusst in der Tradition des bäuerlichen Familienbetriebs sehen", so Hessing.

Er warnte davor, auf dem Rücken der Landwirte "ein populistisches Süppchen zu kochen". Denn eins sei klar: "Das Fleisch in dieser Suppe käme von dänischen Schweinen und argentinischen Rindern. Das Gemüse käme aus holländischen Gewächshäusern und der Eierstich von polnischen Hühnern."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Bahnstrecke in Recklinghausen für zehn Tage gesperrt - was Bahnkunden wissen müssen
Bahnstrecke in Recklinghausen für zehn Tage gesperrt - was Bahnkunden wissen müssen
Alles halb so schlimm: Angekündigter Sturm hinterlässt keine Schäden im Kreis
Alles halb so schlimm: Angekündigter Sturm hinterlässt keine Schäden im Kreis
In der Innenstadt fliegen die Fäuste - die Polizei nimmt zwei Jugendliche fest
In der Innenstadt fliegen die Fäuste - die Polizei nimmt zwei Jugendliche fest
Närrisches Geheimnis ist endlich gelüftet - das ist das neue Prinzenpaar der Stadt Oer-Erkenschwick
Närrisches Geheimnis ist endlich gelüftet - das ist das neue Prinzenpaar der Stadt Oer-Erkenschwick
Hunderte Besucher beim Martinsumzug in der Kleingartenanlage in Oer-Erkenschwick
Hunderte Besucher beim Martinsumzug in der Kleingartenanlage in Oer-Erkenschwick

Kommentare