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An der Wasserwerkstraße lebten bis Mitte Juli Flüchtlinge in diesen schmuddeligen Containern. Jetzt prüft die Stadtverwaltung, was mit den Gebäuden passieren soll.

Recklinghäuser Straße

Flüchtlinge aus Schmuddel-Containern ausgezogen

HALTERN - Ende Februar lebten noch mehr als 800 Flüchtlinge in Haltern - fünf Monate später sind es nur noch knapp über 600. Wir haben nachgehört, was sich seit Schließung der Balkanroute an der Situation in Haltern geändert hat: Unter anderem ist eine Schmuddel-Unterkunft inzwischen leergezogen worden.

Laut Stadtsprecher Georg Bockey waren es am Mittwoch (27. Juli) exakt 606 Geflüchtete, die in Haltern untergebracht sind. Ein Großteil von ihnen stammt aus Syrien – 108 der 503 städtisch untergebrachten Asylsuchenden. 121 kamen aus Balkanstaaten. Das waren vor einiger Zeit noch deutlich mehr. Hermann Döbber vom Asylkreis sagt: "Flüchtlinge vom Balkan sind fast alle gegangen worden."

In der folgenden Grafik sehen Sie die häufigsten Herkunftsländer. Mit Klick auf + und - können Sie herein- oder herauszoomen.

Die Unterstützung für die Flüchtlingshilfe in der Stadt sei weiterhin sehr gut, berichtet Hermann Döbber vom Asylkreis: "Wir haben enorm viele Helfer und eine enorme Spendenbereitschaft von allen Seiten." Auch wenn die Zahl an Unterbringungen sinkt: "Flüchtlinge kommen und gehen", sagt Döbber: "Und wer neu kommt, braucht auch weiter Hilfe."

Ende vergangenen Jahres bekam der Asylkreis eine 41.000-Euro-Spende von der Evonik-Stiftung für die Neugestaltung des Innenhofes an der Unterkunft am Lorenkamp. "Hier passiert etwas", sagt Hermann Döbber, Ende August könnte der neue Begegnungsplatz inklusive Holzhaus, Tischtennisplatte und Bobby-Car-Bahn fertig sein. Bislang wurden unter anderem Gräben zwischen den Häusern gezogen, die Kinder spielen momentan zwischen Erdhügeln.

Stadt prüft Zukunft der Container

Andere Neuigkeiten gibt es von den heruntergekommenen Containern in der Nähe der Recklinghäuser Straße. Die Behausungen sind erst seit einigen Tagen leergezogen – es sieht aber so aus, als wohnten hier seit viel längerer Zeit keine Menschen mehr. Die asylsuchenden Ex-Bewohner haben in anderen Unterkünften in der Stadt Platz gefunden. Was mit den schmuddeligen, laut Döbber von Ungeziefer verseuchten, Containern passiert, werde momentan noch von mehreren Ämtern der Stadt geprüft, wie Verwaltungssprecher Georg Bockey sagt.

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