Regionales Radwegenetz

So sollen die Radwege in und um Haltern ausgebaut werden

Radfahren ist klimafreundlich, leise und gesund. Gute Gründe, Verbindungen in Haltern und im Bereich der Metropole Ruhr zu pflegen. Dafür wird jetzt ein neues Radwegenetz entwickelt.

Für die Metropole Ruhr wird ein regionales Radwegenetz entwickelt. Vier Kreise, 53 Kommunen, Institutionen und Verbände arbeiten derzeit an einem Bedarfsplan. Haltern ist dabei.

Die Stadtverwaltung soll bis Ende des Jahres Stellung beziehen zu einem Netzentwurf, der alle Radwege der Region darstellt. Die Auflistung der Projekte wurde allerdings von Politikern im Ausschuss Bauen und Verkehr als noch nicht umfangreich genug betrachtet. "Die Vorschläge spiegeln nicht ganz wider, was die Fraktionen sich wünschen", stellte Anette Fleuster (Die Grünen) nach einer längeren Diskussion fest. Auf der Wunschliste ganz oben steht für CDU, SPD und Grüne ein Radweg auf dem Innenstadtring (Rochfordstraße/Schüttenwall). "Dieser ist natürlich nur möglich durch den Wegfall der Parkplätze", stellte Franz Tönnis (CDU) fest. Aber die Parteien möchten dieses Projekt im nächsten Jahrzehnt verwirklicht sehen.

Lavesum anbinden

Auf der Wunschliste der Parteien stehen außerdem die Anbindung von Lavesum an den Sythener Bahnhof und eine Radwegeverbindung von Haltern über die Lehmbrakener Straße nach Dülmen. "Wir müssen unser Netz weiter verdichten", brachte Johannes Föcker (WGH) das Anliegen auf den Punkt. Die Stadtverwaltung kritisiert, dass in dem Plan die Fortführung der Wegeverbindung Alter Postweg auf Olfener Stadtgebiet nicht dargestellt ist - zumal es sich um ein interkommunales Projekt im Rahmen der Regionale 2016 handele. Einwände erhebt die Verwaltung außerdem bezüglich des Bahntrassenradweges. Dieser endet am Lippramsdorfer Bahnhof, ein weiterer Ausbau nach Hervest wird laut Plan als nicht erforderlich angesehen. Die Verwaltung hingegen wünscht einen Weiterbau.

Die Entwicklung der Radwege-Infrastruktur hat für Haltern nicht nur als Naherholungsziel eine große Bedeutung. Dank neuester Technik, immer öfter mit elektrische Unterstützung, erweitern Pättkesfahrer ihre Distanzen. Touren enden nicht mehr an der Stadtgrenze. "Deshalb ist es wichtig, dass Radverkehrskonzepte nicht nur kommunal, sondern auch regional gedacht und umgesetzt werden", sagt Baudezernentin Anette Brachthäuser.

Im Ergebnis bekommt die Metropole Ruhr, so heißt es in einer Stellungnahme aus Essen, ein abgestimmtes Zukunftskonzept - einen Bedarfsplan für den Radverkehr in der Region und damit die Möglichkeit, neue zukunftsfähige Mobilitätsangebote für Menschen und Güter zu schaffen und gleichzeitig die Lebensqualität in der Metropole Ruhr positiv zu beeinflussen.

Zubringer und Netzspangen

Das Konzept des Regionalen Radwegenetzes des RVR gliedert sich in ein Netz 1. Ordnung, bestehend aus den Kategorien Regionales Freizeit- und Tourismusnetz, große urbane Achsen, den Radschnellwegen und überregionalen Anbindungen und ein Netz 2. Ordnung, welches die wichtigen Zubringer und Netzspangen umfasst. Als wesentliches Ergebnis entsteht ein Zukunftskonzept für den Radverkehr in der Metropole Ruhr.

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