Sängerin auf der Karriereleiter

Wie die Halternerin Maxime Shakir zu Nashira Cole wurde

HALTERN - Eine Halternerin auf dem Weg nach oben: 2012 begeisterte Maxime Shakir die Zuschauer als "Aida" in einem Schülermusical und arbeitet an einer Karriere als Sängerin. Als Nashira Cole ist die 23-Jährige sogar der ARD und dem ZDF ins Auge gefallen.

Die junge Sängerin Maxime Shakir aus Haltern bastelt weiter fleißig an ihrer Karriere. ARD und ZDF sind auf die 23-Jährige aufmerksam geworden. Zusammen mit anderen Nachwuchstalenten wurde sie für ein neues Format der Fernsehanstalten ausgewählt, das die Künstler begleitet und ihnen wichtige Tipps für die Karriere oder das Leben in der Öffentlichkeit gibt. Es wird unter anderem auf Youtube zu sehen sein und könnte die Möglichkeit für neue Kooperationen der Talente eröffnen.

Aus dem Halterner Mädchen ist die Sängerin Nashira Cole geworden, die sich bald ganz auf die Musik konzentrieren will. Ihr Abschlusskonzert an der "hdpk-Hochschule der populären Künste" in Berlin hat sie bereits im Dezember gegeben. Die letzte Klausur vor der Bachelorprüfung ist geschrieben.

Wenn die 23-Jährige von ihren neuen Projekten erzählt, klingt das so, als erfülle sie eine Mission. "Ich experimentiere viel, will mich nicht auf einen Stil festlegen und so selbst begrenzen", beschreibt sie ihre aktuelle Lebens- und Schaffenszeit. Beeinflusst werde ihre Musik von Elementen aus Soul und Neo-Soul, R'n'B sowie Pop. Nashira Cole schreibt und produziert ihre Songs selbst.

Sie bereitet ein eigenes Album vor und hat Features veröffentlicht, bei denen sie mit anderen Künstlern zusammengearbeitet hat. "So kann ich viele Erfahrungen sammeln und von anderen lernen, die schon bekannter sind als ich", berichtet sie. Die Musik ist ihr mehr als ein Fach an der Uni, sie bestimmt ihr Leben.

Schon als Schülerin feierte sie vor einigen Jahren als "Aida" im gleichnamigen Musical einen Bühnentriumph in Haltern. Zuschauer erinnern sich noch lebhaft an die Stimme und Bühnenpräsenz, mit der die junge Frau bei der Aufführung am Joseph-König-Gymnasium beeindruckte.

Die theoretischen Grundlagen für den beruflichen Werdegang als Sängerin wurden ihr im Studiengang für Musik und Gesang in Berlin vermittelt. Hier büffelte Nashira Cole auch Fächer wie Musiklehre oder muskalische Gehörbildung, um sich für die Bühne vorzubereiten. An der Berliner Uni genießt sie vor allem den Austausch mit Studenten aus der ganzen Welt. Die Stadt gelte als "das New York aus den 1990ern". Deshalb fühlten sich besonders Künstler von der einzigartigen Atmosphäre angezogen. Sie machten Berlin zu einem Schmelztiegel der Kreativen und Kulturen.

Neben dem Studium, das sie sich unter anderem durch Gesangseinlagen auf Hochzeiten oder einen Nebenjob im Fitnessstudio finanziert, arbeitet Nashira Cole an Musikprojekten. Dabei ist auch das Musikvideo "Matiryaloka/Compromised feat. Nashira Cole" entstanden. Außerdem stehen Auftritte mit ihrer Band "Mojo Island" im Kalender. Bei Live-Konzerten lernt die Halternerin, was auf der Bühne funktioniert und was nicht. So feilt sie auch praktisch weiter an ihrer umfassenden professionellen Ausbildung zur Sängerin.

Das Schreiben von Songtexten und der damit verbundene Ausdruck von Gefühlen haben ihr geholfen, einen Schicksalsschlag zu überstehen. Vor bald einem Jahr verstarb ihr Vater Dr. Riyadh Shakir völlig unerwartet. "Er war mein größter Fan und Kritiker", beschreibt sie diesen Verlust. Zwei Monate habe sie überhaupt keine Musik hören können. "Es ist wichtig, dass man in einer solchen Phase eine Familie hat", weiß sie heute. Dank der Unterstützung fand sie wieder zurück in ihr Leben und entwickelt umso mehr Energie für ihre Ziele. Nach dem Bachelor träumt Nashira Cole davon, in der Musikmetropole London Fuß zu fassen. Während eines Auslandssemesters hat sie dort bereits Kontakte knüpfen können. "Wer weiß, was passiert?"

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