Schützengilde

O?zapft is beim Halterner Oktoberfest

Bier, Dirndl und Lederhosen: Die Halterner Schützengilde hat am Wochenende zum fünften Mal in Folge zum Oktoberfest eingeladen.

Um 20.45 Uhr am Samstag war es soweit. Nach vier Schlägen auf den Zapfhahn erklärte Bürgermeister Bodo Klimpel im Festzelt am Lippspieker unter lautem Jubel "O?zapft is!" - Es ist angezapft - und eröffnete damit offiziell die Halterner Wiesn.

Während der Start in das Oktoberfest bereits Stunden zuvor gemütlich mit dem Hullerner Blasorchester anfing, übernahmen ab 21 Uhr die "X.O.-Band" das Ruder und sorgte für mächtig Stimmung im Festzelt. Es dauerte nicht lang, da wurden die ersten Tische und Bänke bereits zu Tanzparketten und Tribünen umfunktioniert und man sah mehr Tänzer auf dem Mobiliar als vor der Bühne.

Stilecht in Dirndl und Lederhose

Hunderte von Bierkrügen gingen über die Theke und je später der Abend wurde, desto ausgelassener war auch die Stimmung der Gäste. Die wiederum hatten sich extra für den Abend in feinste (und weniger feine) Dirndl und Lederhosen gezwängt. "Die fühlt sich an wie eine zweite Haut. Wäre die hier im Alltag akzeptierter, würde ich sie jeden Tag tragen", schwärmte Markus Schenk, der die Hose aus echtem Ziegenleder zum Oktoberfest in München vor vier Jahren vor Ort gekauft hatte. Bis zu 1600 Euro können die Hosen dabei schnell kosten, dann aus Hirschleder und mit feinsten Verzierungen. Viele der Besucher begnügten dabei eher mit den günstigeren Modellen, die bereits ab 50 Euro zu haben waren.

Ähnlich bei den Frauen: Der Preis für die Dirndl der Besucher war meist eher in den unteren Bereichen angesiedelt. Auch wenn die Kleider schnell bis zu 1000 Euro kosten können, mehr als 150 Euro wollte kaum jemand ausgeben. Das Oktoberfest ist letztlich eben doch nur einmal im Jahr.

Zum fünften Mal in Folge

Das diesjährige Halterner Oktoberfest wurde bereits zum fünften Mal von der Schützengilde Haltern ausgerichtet. "Das Schützenfest ist ja immer nur alle zwei Jahre. Die anderen Schützenvereine machen in dem freien Jahr meistens ein Sommer- oder Gartenfest oder etwas ähnliches", erklärte Frank Leopold, Vizepräsident der Schützengilde Haltern e.V.. "Noch ein weiteres Sommerfest wollten wir aber nicht. Da kam uns die Idee mit dem Oktoberfest."

Das Oktoberfest wird seit etwa zehn Jahren mehr als gut angenommen. Rund 800 bis 900 Karten verkauft die Schützengilde dabei pro Oktoberfest. "Das bleibt ziemlich konstant. Wir wachsen nicht, es gibt ja genug andere Oktoberfeste in den umliegenden Städten, es werden aber auch nicht weniger", sagte Leopold.

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