Schul-Abschluss 2018

"Unsere Schulzeit war etwas Besonderes"

Haltern - Für 136 Schüler der Alexander-Lebenstein-Realschule und 74 Schüler der Hauptschule war Freitag der letzte Tag ihrer Schullaufbahn. Sie verließen die Schule nach einer langen Zeit.

"Ich weiß eigentlich gar nicht genau, warum ich hier vorne stehe", sagt Leon-Feng Funke und lacht etwas verlegen, als er auf die Bühne in der Aula der Alexander-Lebenstein-Realschule tritt. Er ist einer der 136 Absolventen der Alexander-Lebenstein-Realschule und Schülersprecher der Schule. Für ihn und seine Stufenkameraden war der gestrige Freitag nach sechs Jahren der letzte Tag ihrer Realschullaufbahn. "Unsere Schulzeit war etwas Besonderes", sagt Funke.

136 Schülern haben Klassenlehrer und Schulleiter Frank Cremer am Freitagmittag ihre Abschlusszeugnisse überreicht. 130 haben die Mittelstufe erreicht, 67 Schüler eine Qualifikation fürs Gymnasium, zwei verlassen die Schule mit einem Hauptschulabschluss nach neun Jahren, vier mit einem Hauptschulabschluss nach zehn Jahren.

"Egal was kommt, es wird gut, sowieso"

"Ich beglückwünsche euch zu eurem Erfolg, ihr könnt stolz darauf sein", sagte Schulleiter Frank Cremer in Richtung der 136 Absolventen. Und zitiert kurzerhand Lehrer Tobias Rudolf auf die Bühne, der für ihn a capella das Lied "Sowieso" von Mark Forster anstimmt: "Egal was kommt, es wird gut, sowieso. Immer geht ?ne neue Tür auf, irgendwo. Auch wenn?s grad nicht so läuft, wie gewohnt. Egal, es wird gut, sowieso."

"Kennen Sie dieses Lied?", fragt Cremer in die Runde. Und gibt seinen Schülern mit auf den Weg: "Aussichtslose Situationen kann ich nur mit Zuversicht meistern."

"Das gilt gerade auch in der heutigen Zeit"

Neben Frank Cremer gratulierten auch Bürgermeister Bodo Klimpel und Kämmerer Dirk Meussen - der allerdings verzichtete auf eine A-Capella-Begleitung des Bürgermeisters. Klimpel gab den Schülern mit auf den Weg: "Alexander Lebenstein hat uns vorgelebt, wie wichtig Toleranz gegenüber Andersdenkenden ist. Das gilt gerade auch in der heutigen Zeit."

Die Schulbands Die Allstars und The Seven Teens begleiteten das Programm in der Aula mit Liedern von James Arthur ("Say You Won't Let Go") und Shawn Mendes ("Treat You Better").

Den Abend verbrachten die Schüler nach der Zeugnisübergabe bei ihrer Abschlussfeier in der Gelsenkirchener Schalke-Arena.

Auch die Hauptschüler haben ihren Abschluss geschafft

Auch die Schülerinnen und Schüler der Joseph-Hennewig-Gemeinschaftshauptschule haben ihren letzten Schultag hinter sich. "Jetzt ist es endlich soweit", kommentierte dies Schülersprecher Latt. Der Moment sei zwar der, "vor dem ich das ganze Jahr Angst hatte", aber auch gleichzeitig der, an den er später einmal "mit einem weinenden und einem lachenden" Auge zurückblicken werde. Vor allem auf eins freut er sich. Seinen Kindern irgendwann erzählen zu können, was für einen Quatsch er und seine Mitschüler doch gemacht haben, so Latt, der mit dem Satz "Wir haben etwas erreicht, worauf wir stolz sein können" abschloss.

Dies sah auch Bürgermeister Bodo Klimpel so. Er sprach davon, dass der Abschluss ein "Schlüssel zu einer neuen Lebensetappe" sei, schärfte aber auch noch einmal die Sinne der Absolventen. "Nur diejenigen, die nicht aufgeben, sondern weiter arbeiten, können ihr Ziel erreichen. Bleiben Sie neugierig."

"Unsere Waffe nennt sich unser Verstand"

Schulleiterin Dagmar Perret blickte auch auf die nicht immer leichten Zeiten zurück. "Sechs Jahre lang haben wir euch in eurer Entwicklung begleitet, gefördert und erzogen", sagte sie. Respekt, Pünktlichkeit, Ausdauer und Teamgeist seien Werte gewesen, die vermittelt wurden. Am Ende war dieser Weg erfolgreich: Knapp 50 Prozent der Schüler starten in eine Ausbildung, manch anderer wählt den Weg aufs Berufskolleg oder absolviert ein Freiwilliges soziales Jahr.

Die Schüler wählten sich selbst das Motto "Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir zusammen". Dagmar Perret erinnerte deshalb extra noch einmal an den Refrain des Liedes von Xavier Naidoo. Da heißt es: "Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen. Dafür brauchen wir keinerlei Waffen, unsere Waffe nennt sich unser Verstand." Darum geht es nun, denn klar ist auch: "Alle von euch haben eine Perspektive", so Perret. Doch zunächst wurde im Treibsand noch so richtig gefeiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Helfer in der Not -  Schiedsrichter kümmert sich um verletzte Spieler
Helfer in der Not -  Schiedsrichter kümmert sich um verletzte Spieler
Gibt's den vierten Kreuzbandriss  bei BWW Langenbochum?
Gibt's den vierten Kreuzbandriss  bei BWW Langenbochum?
Drei Punkte fürs Selbstvertrauen - SW Röllinghausen feiert  glücklichen Derbysieg
Drei Punkte fürs Selbstvertrauen - SW Röllinghausen feiert  glücklichen Derbysieg
Prozess um Rapper-Schießerei in Oer-Erkenschwick wird neu aufgerollt - aus diesem Grund
Prozess um Rapper-Schießerei in Oer-Erkenschwick wird neu aufgerollt - aus diesem Grund
Rote Ampeln überfahren und Unfall gebaut -  Fahranfänger rast Polizei davon
Rote Ampeln überfahren und Unfall gebaut -  Fahranfänger rast Polizei davon

Kommentare