Sirenen-Alarm

Waldbrand zwischen Hullern und Olfen hält Feuerwehr über Stunden in Schach

Hullern - Was den Waldbrand am Montagabend am Alten Postweg ausgelöst hat, ist unklar. Die Polizei hat aber eine Vermutung. Um den Brand zu löschen, griff die Feuerwehr auf ungewöhnliche Hilfe zurück.

Die Ursache für den Waldbrand am Alten Postweg zwischen Hullern und Olfen ist weiter unklar. Möglich wären laut der Polizei Recklinghausen Fahrlässigkeit oder Selbstentzündung durch Scherben.

Klar ist, dass am Montag gegen 18 Uhr ein rund 30 Raummeter großer Holzstapel am Wegesrand Feuer gefangen hatte. "Das hat sich dann auf Wiese und Wald ausgebreitet", erklärte Uwe Remmert, Wachabteilungsleiter der Feuerwehr Recklinghausen. Am Ende brannten rund 10.000 Quadratmeter Wald, die die Feuerwehren bis 22.48 Uhr in Schach hielten. Am Dienstag gegen 15 Uhr rückte die Feuerwehr noch einmal aus, um Glutnester zu löschen.

Stadtweiter Sirenenalarm ausgelöst

Nachdem der Einsatzleiter vor Ort festgestellt hatte, dass die erstalarmierten Kräfte zur Brandbekämpfung nicht ausreichten, wurde der stadtweite Sirenenalarm ausgelöst. "Um die Schadensausbreitung zu verhindern, wurde die komplette Feuerwehr aus Haltern alarmiert", so Remmert. Auch je ein Trupp aus Lüdinghausen und Seppenrade rückte an. Die Polizei war außerdem mit einem Hubschrauber vor Ort. Landwirte unterstützten die Feuerwehr, indem sie mit mit Wasser beladenen Gülletanks die Außenbereiche besprühten. "Die Tanks fassen 8.000 bis 12.000 Liter Wasser und sind prädestiniert dafür", erklärte Remmert. In solchen Fällen bediene man sich aller Mittel. "Wenn da Wind aufkommt, geht das rasend schnell. Das ist am Ende nicht mehr beherrschbar." So habe man die weitere Ausbreitung verhindern wollen.

Deutscher Wetterdienst ruft Warnstufe drei bis vier aus

"Haltern ist die grüne Lunge im Kreis Recklinghausen. Wir sind in einer Phase, in der wir höllisch aufpassen müssen" verdeutlicht Remmert. Eine Flasche oder der Klassiker "Zigarettenkippe" könne dann schnell einen Waldbrand auslösen. Am Dienstag schätzte der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Waldbrandgefahr im Norden und der Mitte NRWs mit Stufe drei bis vier von fünf Stufen ein.

Laut Remmert sei es unwahrscheinlich, dass es in naher Zukunft regnen werde. Das erhöhe die Waldbrandgefahr. Er betont aber: "Wir sind vorbereitet auf die Dinge und ein funktionierendes System konnte man am Montag zum Einsatz bringen." Auch dank der Freiwilligen Feuerwehren, die ihre Arbeitskraft sowie Leib und Leben für das Ehrenamt aufs Spiel setzen, so Remmert.

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