SPD-Karnevalsfrühstück

SPD servierte politische Snacks zum Frühstück im Karneval

Die Politik stand im Mittelpunkt des SPD-Karnevalsfrühstücks. Auch das italienische Lästermaul Luigi ließ sich in der AWO-Begegnungsstätte blicken.

Politische Snacks, mal ernsthaft und mal launig vorgetragen, waren am Sonntag die Zugabe beim Karnevalsfrühstück der SPD in der AWO-Begegnungsstätte an der Recklinghäuser Straße. Zum ersten Mal begrüßte Dr. Stefan Cassone als Vorsitzender der Partei in Haltern die Gäste.

Sowohl in Berlin als auch in Haltern leiste seine Partei wichtige Arbeit, die den Menschen zugutekommt, erläuterte er. "Die Programmatik der SPD ist in der Bundesregierung spürbarer geworden. Unser Markenkern ist zu erkennen", sagte Stefan Cassone. In Haltern habe die SPD erfolgreich an die Umsetzung eines sozialen Arbeitsmarktes und an die Bauleitplanung für Windvorrangzonen erinnert. Das seien Gedankenstützen, die der Bürgermeister gut gebrauchen kann, teilte der SPD-Vorsitzende aus.

Europawahl-Kandidat stellt sich vor

Zu den Gästen der Veranstaltung zählte neben dem Bundestagsabgeordneten Michael Groß auch der SPD-Kandidat für die Europawahl, Jens Bennarend. Der Gladbecker SPD-Chef sagte, dass seine Partei für ein "faires, freies und nachhaltiges Europa" stehe. Für die Sozialdemokraten sei Europa ein Friedensprojekt, das erhalten werden müsse.

Michael Groß knüpfte an das Skandälchen um den Kabarettisten und Sänger Bernd Stelter im Karneval an, der sich in der Bütt über Doppelnamen wie Kramp-Karrenbauer lustig gemacht hatte und daraufhin von einer Frau im Publikum heftig attackiert worden war.

"Wir sollten uns lieber Gedanken darüber machen, wie im Bundestag geredet wird", erklärte Michael Groß. Hier nannte er die AfD. Beiträge dieser Abgeordneten seien unter anderem "inhuman und rassistisch".

Zu seinem Einsatz für seinen Wahlkreis gehörte aktuell, in Berlin deutlich zu machen, dass Haltern und die meisten anderen Städte der Region nicht von den Ergebnissen des Kohlekompromisses profitieren werden.

Politik aufs Korn nehmen

Nach einem leckeren Frühstück tauchte wie in den Vorjahren der Italiener Luigi (Stefan Casonne) auf, um die Politik aus einem karnevalistischen Blickwinkel aufs Korn zu nehmen.

Zur Zielscheibe seines Spotts wurden unter anderem die Planung an der Stadtmühle (100 Bäume gefällt, dafür wird der Beton dort nun für 16.000 Euro im Jahr gepflegt) und das Sythener Altenheim (als neues Geschäftsmodell wird die Einbalsamierung eingeführt, um die Lebenden kümmert man sich dort sowieso nicht).

Außerdem will Luigi vernommen haben, dass sein Chef (Bürgermeister Klimpel) zu neuen Ufern aufbrechen und den Job als Landrat in Recklinghausen anstreben könnte (da gibt?s ja auch neue Büros). Unterstützt wurde Luigi wieder von Uschi (Antje Bücker) mit ihrer Gitarre.

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