Spinnen- und Insektenausstellung

Halterner bewundern 130 lebende Spinnen, Schlangen und Insekten in der Seestadthalle

Für die Besucher gab es in der Seestadthalle einiges zu entdecken. Während die Kinder keinerlei Berührungsängste zeigten, waren die Eltern beim ersten Kontakt oft skeptischer.

Erstaunte Blicke, neugierige Kinder und oftmals etwas zurückhaltende Eltern. Bei der Spinnen- und Insektenausstellung in der Seestadthalle präsentierte die Familie Liebe rund 130 zumeist krabbelnde Tiere zum Kennenlernen. Neben zahlreichen verschiedenen Spinnenarten konnten die Besucher auch Schlangen, Echsen und Insekten bestaunen.

Die achtköpfige Familie Liebe aus Bonn brachte den zahlreichen Gästen am vergangenen Wochenende die manchmal gar nicht so kleinen Tiere näher. Familienvater Andreas Liebe machte mit interessierten Besuchern Fotos mit seiner Boa Constrictor Imperator und einer Albino Königspython. Sein Sohn Meikel präsentierte derweil eine Lasiodora parahybana - eine Vogelspinne, die vornehmlich in Brasilien beheimatet ist. Als besonderes Highlight hatte die Familie einen erst drei Wochen alten Kaiman mitgebracht.

Therapiespinne Erika hilft bei Spinnenphobien

Meikel und seine Familie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die oft eher negativ betrachteten Tiere den Menschen näher zu bringen. "Das sind ja keine ekligen Tiere", sagt Meikel Liebe. Vielmehr seien es auch nur ganz normale Tiere wie jedes andere. Besonders den Kindern wolle er schon in frühen Jahren zeigen, dass es keinen Grund gibt, vor den Spinnen oder Schlangen Angst zu haben.

Doch die meisten der anwesenden Kinder hatten gar keine Scheu, die Tiere kennenzulernen. "Oft sind die Eltern schwieriger", erzählt Meikel Liebe. Für besonders starke Ängste und Phobien hat die Familie sogar eine Therapiespinne. Die auf den Namen "Erika" getaufte Vogelspinne sei extra darauf trainiert, auch bei nervöseren oder besonders ängstlichen Besuchern ruhig zu bleiben. "Manche haben schon angefangen, zu weinen oder sind ohnmächtig geworden", erinnert sich der junge Spinnenfan. "Aber es ist ja nur eine Spinne", sagt er.

Tiere bekommen regelmäßigen Urlaub

Insgesamt bietet die Familie rund 300 Tieren ein Zuhause. Doch nicht alle kommen immer auf die Ausstellungen mit, die oft einmal pro Woche an einem oder beiden Wochenendtagen stattfinden. Es hänge immer auch davon ab, wie es dem Tier gehe. Als Beispiel nennt er Spinnen, die dabei sind, sich zu häuten. Diese bekommen dann ihre Ruhe und bleiben Zuhause. Meikel Liebe nennt es "Urlaub für die Tiere".

Das Wohl der Tiere stehe immer an erster Stelle, versichert er. Ebenfalls wichtig ist es der Familie, "dass die Besucher so viel Wissen wie möglich mitnehmen", erklärt Andreas Liebe. Daher sind bei den Ausstellungen der Familie nicht nur die lebendigen Exemplare vieler Spinnen, Schlangen und Echsen zu sehen, sondern auch einige Tierpräparate und andere Ausstellungsstücke, die die Familie oft auf Flohmärkten findet oder von Schulen übernimmt, die diese Stücke nicht mehr benötigen.

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