Bei Stromausfall

Notfall-Infopunkte - Bricht das Netz zusammen, bekommen Halterner an diesen Stellen Hilfe

Wie erreiche ich den Notruf, wenn es zu einem längeren Stromausfall kommt? Um diesem Szenario vorzubeugen, hat der Kreis Recklinghausen nun 88 Notfall-Infopunkte im Kreis eingerichtet.

Bleibt der Strom weg, geht oft nichts mehr. Internet, Kühlschrank und Heizung geben den Geist auf, Geldautomaten, Tankstellen und Supermärkte sind nicht mehr geöffnet. "Was es für die Menschen bedeutet, wenn Elektrizität mehrere Tage nicht zur Verfügung steht, hat die Schneekatastrophe im Westmünsterland 2005 gezeigt", heißt es vom Kreis Recklinghausen. Deshalb gibt es nun insgesamt 88 sogenannte Notfall-Infopunkte im Kreis.

Was sind Notfall-Infopunkte?

Wenn es zu einem längeren Stromausfall kommt, können auch Telefonnetze nicht mehr erreichbar sein. Notrufe per Smartphone oder Festnetz sind dann nicht mehr möglich. "Die Notfall-Infopunkte werden bei längerem Stromausfall oder bei Totalausfall der Telefonnetze durch Rettungskräfte der Feuerwehren besetzt. Sie nehmen Ihre Notfall-Meldungen entgegen und übermitteln sie per Funk an die Kreisleitstelle, damit die benötigten Einsatzkräfte zu Ihnen entsandt werden können", heißt es auf der Seite des Kreises Recklinghausen.

Wo gibt es die Notfall-Infopunkte in Haltern?

Wo sich die Notfall-Punkte in Haltern befinden, haben wir in der unten stehenden Karte festgehalten. Festgelegt wurden diese Standorte durch die Feuerwehren im Kreis:

"Die Notfall-Infopunkte sind weitestgehend Gebäude, die notstromversorgt sind, wo es eine Basisinfrastruktur gibt", sagt Svenja Küchmeister, Pressesprecherin des Kreises Recklinghausen. "Das ist aber keine Grundvoraussetzung." So gebe es etwa keine Notstrom-Aggregate im Bürgerhaus in Bossendorf, heißt es seitens der Feuerwehr. Da werde dann im Notfall eine mobile Station mit einem Feuerwehrbulli eingerichtet.

Wie kam es zu der Idee?

"2017 gab es eine große Übung mit dem Schadensszenario Stromausfall", sagt Svenja Küchmeister. "Bislang war immer die Blickrichtung: Wie können wir die Menschen informieren? Und bei der Übung kam dann die Frage auf: Wie können die Menschen eigentlich uns erreichen?" Daraufhin seien in monatelanger Arbeit die Prozesse rund um die Infopunkte geplant worden. Etwa, wie der Bogen, mit denen die Einsatzkräfte die Notrufe entgegennehmen aussehen müssen oder welche Informationen an die Leitstelle gefunkt werden.

Wie verhalte ich mich bei einem Stromausfall?

Der Kreis Recklinghausen rät zu folgenden Dingen:

Wie kann ich mich auf einen Stromausfall vorbereiten?

Es gibt laut dem Kreis verschiedene Dinge, die man für den Fall eines Stromausfalls im Haus haben sollte. Dazu gehören Kerzen und Taschenlampen, Batterien, Feuerzeuge oder Streichhölzer, ein batteriebetriebenes Radio, solarbetriebene Batterieladegeräte, Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel, warme Kleidung, Kohle, Briketts oder Holz für Kamine und Öfen, Bargeld und nötige Arzneimittel in ausreichender Menge.

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