Trotz Hitzeperiode

Super-Sommer hat Halterner Bäumen offenbar nicht geschadet

Weil die Stadt bereits im Mai die städtischen Bäume bewässerte, blieben größere Schäden offenbar aus. Allerdings wurde auch zusätzlich noch eine externe Firma mit dieser Aufgabe betraut.

Die lange Trockenheit hat den städtischen Bäumen offensichtlich nicht bedrohlich zugesetzt. Diese erste vorsichtige Bilanz zieht Stadtsprecher Thomas Gerlach. Seit Mai sei durchgehend gewässert worden, Neuanpflanzungen wegen verspäteten Bewässerns seien nicht erforderlich.

3000 Euro für externe Firma

Zwei Fahrzeuge des städtischen Baubetriebshofs mit je einem 1000-Liter-Fass hätten in den vergangenen Wochen täglich 150 Kubikmeter Wasser - überwiegend aus dem Brunnen - verteilt. Sogar ein externes Unternehmen sei urlaubs- und personalbedingt beauftragt worden. "Der Arbeitsanfall musste ja bewältigt werden", sagt Gerlach. Eine Person sei mit einem Fahrzeug mehrere Tage beschäftigt gewesen. Gut 3000 Euro habe dies gekostet. Gerlach verweist auf die Kostenstelle "Unterhaltung der Grünanlagen", die eigens für solche Zwecke eingerichtet worden sei, nachdem wegen des Stärkungspakts Gärtnerstellen im Baubetriebshof nicht mehr besetzt worden waren.

Kein "zweckentfremdeter Einsatz" der Feuerwehr geplant

Die FDP-Fraktion hatte im Zuge einer Anfrage an die Stadt angeregt, bei der Feuerwehr um Unterstützung beim Bewässern zu bitten. Grundsätzlich könne darüber nachgedacht werden, meint Thomas Gerlach dazu. Allerdings stehe die hauptamtliche Feuerwehrwache außen vor, sie müsse in "ständiger Einsatzbereitschaft" sein. Denkbar sei höchstens eine Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr. Bislang habe die Stadt aber nicht an einen "zweckentfremdeten Einsatz" gedacht. "Die Feuerwehrleute hatten ohnehin sehr viel zu tun", stellt Gerlach fest. Ihre Unterstützung bei der Baum-Bewässerung kann er sich bestenfalls einmalig im Rahmen eines Übungsabends vorstellen.

Hohe Belastung der Wehrleute in dieser Saison

Den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr freut?s. "Ich bin froh, dass die Stadt nicht bei uns nachgefragt hat", sagt Georg Rohlf ganz ehrlich. Die Belastung der Feuerwehr sei in dieser Saison mehr als doppelt so hoch wie sonst gewesen. Rohlf scherzt: "Wir haben in diesem Sommer mehr Bäume gewässert, als man glauben mag." Er meint allerdings ironisch die Lösch-Einsätze bei zahlreichen Waldbränden in den vergangenen Wochen, die extrem zeit- und personalintensiv gewesen seien.

Zudem habe es den Einsatz am Stausee wegen einer vermissten Person sowie zwei Bombenentschärfungen gegeben. "Dazu kommen noch die Haus- und Wohnungsbrände", zählt der Wehrführer auf. Im Verhältnis betrachtet, bedeute ein Einsatz wegen eines Waldbrandes oder einer Bombenentschärfung das Zehnfache an Arbeitsstunden. "Wir sind stellenweise ein wenig auf dem Zahnfleisch gegangen."

Feuerwehr hätte bis an die Grenzen gehen müssen

"Klar", sagt der Wehrführer, "die Freiwillige Feuerwehr hätte auch beim Bewässern geholfen". Irgendwann aber seien die Grenzen dann doch erreicht. Rohlf: "Ich bin sicher, dass die Stadt das vermutete und sich daher nicht meldete."

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