Wesel-Datteln-Kanal

Polizei will Besitzer der Leichenpuppe die Einsatzkosten zahlen lassen

Ein grausiger Fund entpuppte sich am Samstag als schlechter Scherz: Die Feuerwehr hat eine Gummipuppe aus dem Kanal geborgen. Die Polizei erklärt jetzt, was den Verursacher erwartet.

"Wir ermitteln natürlich nicht in dem Ausmaß einer Mordkommission", sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst: "Aber uns würde schon interessieren, wer hinter der Aktion steckt." Den beiden Fußgängerinnen, die am Samstag eine Wasserleiche im Wesel-Datteln-Kanal gemeldet hatten, habe derjenige einen gehörigen Schrecken eingejagt. "Auf den ersten Blick hatten unsere Kollegen auch den Eindruck, dass es sich um einen Menschen handelt", so Hörst.

Einsatzkosten sind noch nicht errechnet

Tatsächlich trieb dort aber eine etwa 1,50 Meter große Gummipuppe im Wasser, die in einer Decke und mit Klebeband umwickelt wurde. "Vom Verursacher haben wir noch nichts gehört", so die Polizeisprecherin: "Aber wir möchten ihn bitten, sich mit ein paar Euro an den Einsatzkosten zu beteiligen." Die genauen Kosten würden aber erst errechnet, wenn ein Beschuldigter in Sicht sei. Man wolle unnötigen Verwaltungsaufwand vermeiden.

"Ein Straftatbestand ist auf den ersten Blick nicht erkennbar", erklärt Ramona Hörst. Vielmehr handele es sich bei der illegalen Müllentsorgung um eine Ordnungswidrigkeit. Die Gummipuppe wurde durch die Feuerwehr geborgen und abtransportiert.

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