Zwei Veranstaltungen

Haltern gedenkt der Opfer der Nazi-Zeit

HALTERN - Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gibt es in Haltern zwei Gedenkveranstaltungen. Die Realschüler veranstalten unter anderem einen Marsch durch die Stadt. Der Bürgermeister spricht außerdem auf dem Jüdischen Friedhof.

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das von den Nationalsozialisten unter Adolf Hitler eingerichtete Konzentrationslager Auschwitz. 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog diesen Tag zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt - zum Gedenken an die Millionen Juden, Roma, Sinti, Kriegsgefangenen und politischen Gefangenen, die die Nazis in ihren Konzentrationslagern folterten, missbrauchten und ermordeten.

Unter dem Motto "Erinnern, wozu?" gedenken die Zehntklässler der Alexander-Lebenstein-Realschule zusammen mit ihren Lehrern am Freitag (26. Januar) im Rahmen eines Aktionstages der Befreiung des Konzentrationslagers. An diesem Tag wollen die Schüler insbesondere an die einzelnen Phasen der Judenverfolgung während der NS-Zeit erinnern. Darüber hinaus soll der Fokus auf aktuelle Formen der Verfolgung von Minderheiten weltweit gerichtet werden.

Die Erinnerung an die Opfer der Verfolgung durch das Nazi-Regime geschieht in Form einer Ausstellung, die in den letzten Monaten durch Schüler der freiwilligen Waggon-Arbeitsgemeinschaft vorbereitet wurde. Daneben werden die zehnten Klassen die Ergebnisse ihrer Recherchen und Ausarbeitungen zu dieser Thematik ihren Mitschülern und interessierter Öffentlichkeit präsentieren. Dies geschieht in den einzelnen Klassenräumen der Realschule. Alle interessierten Bürger sind eingeladen.

Um 8.30 Uhr beginnt ein Gottesdienst in der Erlöserkirche am Hennewiger Weg, dort starten die Schüler gegen 9.15 Uhr einen Gedenkmarsch durch die Innenstadt zum Schulzentrum an der Holtwicker Straße. Um 9.55 Uhr soll die Gedenkveranstaltung vor dem Waggon auf dem Schulhof beginnen.

Bürgermeister und Pfarrer halten Reden

Die Halterner Stadtverwaltung lädt für Samstag (27. Januar) zu einer eigenen Gedenkveranstaltung am Jüdischen Friedhof, Judendanne, ein. Bürgermeister Bodo Klimpel wird um 12 Uhr die Bürger begrüßen und mit dem Hauptredner Pfarrer Karl Henschel ein dort Gesteck niederlegen. Damit wird auch an dieser Stelle der Opfer des Naziterrors gedacht.

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