Das Foto zeigt eine Spritze mit dem Aufkleber eines Impfstoffes gegen Windpocken. Ein kleiner Picks und man ist vor der Krankheit geschützt.
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Das Foto zeigt eine Spritze mit dem Aufkleber eines Impfstoffes gegen Windpocken. Ein kleiner Picks und man ist vor der Krankheit geschützt.

Impfmuffel?

Viele Windpocken-Fälle in der Seestadt

HALTERN - Sind die Halterner Impfmuffel? Zumindest in Bezug auf Windpocken kann sich diese Frage durchaus stellen. Denn die Zahlen, die der Kreis für das Jahr 2015 nennt, unterscheiden sich zwischen Haltern und den anderen neun Städten im Kreis deutlich.

Das erklärte Kreissprecher Jochem Manz auf Anfrage dieser Zeitung: „Bei den Einschulungsuntersuchungen des Jahres 2015 haben wir festgestellt, dass in Haltern nur jedes zweite Kind gegen Windpocken geimpft war. Im Rest des Kreises waren es hingegen neun von zehn.“

Auch bei den tatsächlich Erkrankten liegt Haltern deutlich über dem Schnitt. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes habe es im Jahr 2015 kreisweit nämlich 239 Fälle von Windpocken gegeben, davon alleine 69 in Haltern. Damit liegen die Zahlen der Behörde sogar noch über denen, die das Robert-Koch-Institut im Auftrag der AOK für den selben Zeitraum ermittelt hatte.

192 Fälle im Kreis

192 Fälle waren es da für den Kreis und 40 für Haltern. Allerdings, gab Manz zu bedenken, seien diese Zahlen ja schon zwei Jahre alt und man könne aktuell nicht sagen, ob dieser Trend weiterhin anhalte.

Allerdings werbe man bei allen Gelegenheiten über den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst dafür, dass möglichst viele Eltern ihre Kinder gegen Windpocken impfen lassen.

Die Halterner Kinderärztin Elisabeth Preuß wollte auf Anfrage nicht davon sprechen, dass die Halterner Impfmuffel seien. „Windpocken sind ja erst seit zwei Jahren meldepflichtig.

Nicht routinemäßig geimpft

Bis dahin wurde entsprechend auch gar nicht routinemäßig geimpft“, so die Ärztin. Allerdings hätten viele Eltern immer noch im Kopf, dass es gut für das Immunsystem ihres Kindes sei, wenn man eine Kinder-Krankheit ausbrechen lassen würde. Diese Einstellung sei inzwischen aber überholt.

Das sieht man bei der Kreisverwaltung ganz ähnlich, bestätigt Jochem Manz: „Wenn man seinem Kind etwas Gutes tun will, sollte man es auf jeden Fall auch gegen Windpocken impfen lassen.“

Informationen zu Krankheiten und Impfungen gibt es im Internet beim Gesundheitsamt des Kreises unter www.kreis-re.de oder auf der Internetseite des Robert Koch-Institutes: www.rki.de

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