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Zum dritten Mal binnen weniger Wochen ist das Vereinsheim des TC Lippramsdorf verwüstet worden. Als dieses Bild entstanden ist, hatten die Verantwortlichen schon ein wenig aufgeräumt, die Glassplitter und das zertrümmerte Geschirr liegen aber noch auf dem Boden. Im Hintergrund: die nach den ersten Attacken mit Holzbrettern verbarrikadierten Fenster.

TC Lippramsdorf empört

Haben Kinder Vereinsheim verwüstet?

Haltern - Drei Lippramsdorfer Kinder von zehn und elf Jahren sollen verantwortlich sein für den Vandalismus-Schaden im Clubhaus des TC Lippramsdorf. Zeugen wollen das beobachtet haben. Die Polizei ermittelt.

Der Schock war groß beim TC Lippramsdorf: Innerhalb von nur vier Wochen wurde das Vereinsheim des Tennisclubs dreimal aufgebrochen und dabei zum Teil schwer verwüstet (wir berichteten). Nun hat die Polizei drei Beschuldigte ermittelt, die zumindest für die letzte Tat infrage kommen, da sie von Zeugen gesehen worden sind.

Das sorgt für den nächsten Schock: Denn es handelt sich bei den Dreien um Jugendliche. Rechtlich gesehen sind sie sogar noch nicht einmal das, sondern gelten aufgrund ihres Alters noch als Kinder: „Zwei von ihnen sind zehn Jahre alt und einer ist elf Jahre alt“, bestätigte Polizeisprecher Michael Franz auf Anfrage die Informationen, die unserer Zeitung bereits vorher vorlagen. Alle drei würden auch in Lippramsdorf wohnen. „Ob sie allerdings auch für die anderen beiden Einbrüche verantwortlich sind, müssen weitere Befragungen der Kinder ergeben“, betonte Franz.

Inwieweit die Kinder dann für die Tat oder die Taten belangt werden, das könne Franz natürlich nicht sagen, weil dafür die Staatsanwaltschaft verantwortlich ist. „Das war auf jeden Fall kein Dummejungenstreich“, sagte er und könne entsprechend Konsequenzen haben für die drei: In ihrem Fall greife das Jugendstrafrecht. Es sieht unterschiedliche jugenderzieherische Maßnahmen vor. „Aber natürlich spielt in diesem Fall auch das geringe Alter der Kinder eine Rolle“, weiß Franz aus Erfahrung.

angekündigt

Doch die strafrechtliche Aufarbeitung ist nur die eine Seite der Medaille. Darüber hinaus wird es sicherlich – sollte sich herausstellen, dass die Kinder es wirklich waren – eine zivilrechtliche Auseinandersetzung zwischen dem TC Lippramsdorf und den Eltern der Kinder geben, denn der Verein sei nicht auf „Rosen gebettet“, wie es der Vorsitzende des Vereins, Franz Tönnis, nennt: „Sollten die Täter ermittelt werden, werden wir auf jeden Fall Schadensersatz verlangen“, kündigt er an.

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