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Es geht nicht weiter an der Baustelle am Bahnhof.

Umbau an Bahnhöfen

Deutsche Bahn schlägt Einladung ins Rathaus aus

HALTERN - Wann bewegt sich endlich etwas an den Bahnhöfen in Haltern am See und Sythen? Die Einladung eines Bahnvertreters ins Rathaus verlief wieder einmal ins Leere. Anette Brachthäuser war als Baudezernentin stattdessen die Übermittlerin aktueller Botschaften.

In Haltern läuft die Planung so, dass tatsächlich Mitte 2020 das Projekt abgeschlossen sein soll. In Sythen beginnen die Arbeiten für eine Unterführung noch in diesem Jahr. „Können wir diesen Zusagen trauen?“, fragte ein skeptischer Wolfgang Kaiser (SPD). Das Bahnverhalten bezeichnete er als Zumutung für die Halterner Bürger.

Auch Maaike Thomas (Die Grünen), deren Partei einen Bericht aus erster Hand eingefordert hatte, mag der Bahn keinen Glauben mehr schenken. „Seit über 20 Jahren diskutieren wir über den barrierefreien Umbau des Halterner Bahnhofs. Nach dem ersten Spatenstich mussten wir aber ziemlich schnell feststellen, dass nicht mehr passierte als die Verlegung einer Leitung und der Abriss eines Gebäudes“, sagte sie im Ausschuss Stadtentwicklung/Umwelt am Donnerstagabend. Mit dem Tourismus-Konzept der Stadt sei der Bahnhof in diesem miserablen Zustand überhaupt nicht mehr kompatibel. „Wir müssen bei der Bahn auf den Tisch hauen. So geht es nicht mehr weiter!“, richtete sie eine harsche Kritik an das Unternehmen.

Ausschuss-Vorsitzender Manfred Ernst (CDU) schlug vor, diese Vorwürfe am 23. November zu äußern. Denn für diesen Tag sicherte die Bahn nach mehrmaligen telefonischen Anfragen einen Besuch im Rathaus zu. Auf Nachfrage von Bürgermeister Bodo Klimpel teilte die Bahn vorab mit, dass derzeit die Baufeld-Freimachung einschließlich Abriss der alten Gebäude, Rückbau von Gleisanlagen und Grünschnitt weitgehend abgeschlossen sei. Es folge nun die Suche nach Kampfmitteln (im Zweiten Weltkrieg fielen auf den Bahnhof mehrmals Bomben). Im April oder Mai 2018 beginnen, so die Bahn, die Arbeiten für den Tunneldurchstich vom Ikenkamp zum Bahnhof.

Für die Bahnunterführung Sythen führten das Tiefbauamt des Kreises und der Stadt Gespräche mit privaten Grundstückseigentümern. Denn für dieses Projekt müssen Zufahrten verlegt werden. „Erste Arbeiten beginnen in diesem Jahr“, gab Anette Brachthäuser die Informationen der Bahn weiter. Das sei mit der Bezirksregierung als Förderer so abgesprochen.

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