Ein Manometer zeigt normalen Gasdruck an.
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Ein Manometer zeigt normalen Gasdruck an.

Vier Suchfelder

Haltern wehrt sich gegen Lockruf des Gases

HALTERN - Schauplatz ist nicht wie 1897 der kanadische Klondike-River, Schauplatz ist über 100 Jahre später das Münsterland: Unternehmen folgen dem Lockruf des Gases - in der Hoffnung, die Ausbeute vergolden zu können.

In Haltern und Dorsten buhlen die Unternehmen Composite-Energy Limited aus Schottland und die Mingas-Power um vier freie Suchfelder.

Spätestens seit der Arnsberger Regierungspräsident Freitag alle Anträge veröffentlichte, ist die Erdgas-Suche im Münsterland und speziell in Haltern im Trinkwasserschutzgebiet ein politisches Thema. „Wir reden über ungelegte Eier“, kommentierte Pressesprecher Jörg Linden die Schlagzeilen der letzten Tage. „Es ist noch lange nicht geplant, einen Förderturm in Haltern aufzustellen.“

Dauerndes Verfahren

Linden sagt ein Jahre dauerndes Verfahren voraus, bei dem am Ende nicht unbedingt der Erfolg der Bewerber stehen müsse. Für Haltern gilt: Zunächst einmal müssen sich die beiden Unternehmen untereinander über die von ihnen beanspruchten Claims verständigen. Schaffen sie das nicht, entscheidet die Bezirksregierung nach Leistungsstärke und Kompetenz über die beantragte Aufsuchungserlaubnis. Diese gilt für fünf Jahre, gestattet jedoch noch keine Erkundungsbohrungen. Über die einzelnen Entwicklungsschritte informiert die Bezirksregierung Arnsberg auf ihrer Internetseite.

Unternehmerschutz

Im Sinne des Unternehmerschutzes hatte die Bezirksregierung bislang darauf verzichtet, die zum Teil schon 2009 gestellten Anträge zu veröffentlichen. Vor dem Hintergrund der aufgeregten Debatten widersetzte sich der Regierungspräsident dem Bergrecht: Er legte die Karten auf den Tisch. RP Gerd Bollermann will auf eine stärkere Beteiligung der Bürger und die Erweiterung des Umweltschutzes im bergrechtlichen Genehmigungsverfahren drängen.

Stadt und Politik tun aus Angst ums Trinkwasser alles, um das Verfahren im Keim zu ersticken. Laut Baudezernent Kiski wird die Erdgas-Suche in den nächsten Ausschuss-Sitzungen diskutiert. „Wir haben mit Gelsenwasser einen guten Verbündeten an unserer Seite. Außerdem ist es ein Glück, dass alle an einem Strang in eine gemeinsame Richtung ziehen.“

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